DoFollow-Link einfach erklärt: Bedeutung, SEO-Wirkung und Best Practices

Ein DoFollow-Link ist der „normale“ HTML-Link, der Suchmaschinen signalisiert: Folge diesem Verweis und bewerte ihn als Empfehlung. In der SEO-Praxis geht es dabei um die Frage, ob ein Link Ranking-Signale (oft „Linkjuice“ genannt) weitergeben kann. In diesem Artikel klären wir, wie DoFollow funktioniert, wie er sich von NoFollow unterscheidet, wie du Links sicher einsetzt und welche Stolperfallen du vermeiden solltest.

Was ist ein DoFollow-Link?

Ein DoFollow-Link ist kein spezielles Attribut, das man aktiv „setzt“. Vielmehr ist es die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Link, der keine Einschränkung wie rel="nofollow" enthält. Fehlt ein solches „rel“-Signal, dürfen Crawler dem Link in der Regel folgen und ihn als Hinweis für die Bewertung von Seitenbeziehungen nutzen.

Technisch ist ein DoFollow-Link einfach ein normaler Anker:

  • Beispiel: <a href="https://example.com">Beispiel</a>
  • Ohne rel="nofollow", rel="sponsored" oder rel="ugc"

In der Suchmaschinenlogik kann ein DoFollow-Link zwei Dinge ermöglichen:

  • Crawling: Bots können dem Link folgen und die Zielseite entdecken (siehe auch Crawling und Crawler).
  • Bewertung/Signale: Der Link kann als Empfehlung verstanden werden und zur Autorität der Zielseite beitragen.

Wichtig: „DoFollow“ bedeutet nicht automatisch „Google zählt den Link immer voll“. Google bewertet Links kontextabhängig (Thema, Qualität, Platzierung, Spam-Signale). Trotzdem bleibt der DoFollow-Link der Standard, wenn du echte Empfehlungen im Web abbilden willst.

DoFollow vs. NoFollow: Unterschiede und aktuelle Bedeutung

Der zentrale Unterschied liegt im rel-Attribut. Während DoFollow „ohne Einschränkung“ läuft, ist NoFollow ein Hinweis an Suchmaschinen, Links nicht als klassische Empfehlung zu werten. Seit einigen Jahren versteht Google NoFollow allerdings eher als Hint (Hinweis) statt als harte Anweisung.

Die wichtigsten rel-Varianten

  • DoFollow (Standard): Kein spezielles rel-Attribut – Link kann Signale weitergeben.
  • NoFollow: rel="nofollow" – Empfehlungssignal soll in der Regel nicht weitergegeben werden.
  • Sponsored: rel="sponsored" – für bezahlte Links/Ads.
  • UGC: rel="ugc" – für nutzergenerierte Inhalte (Kommentare/Foren).

Für die SEO-Praxis heißt das: DoFollow-Links sind meist die wertvollsten, wenn sie redaktionell gesetzt sind. NoFollow/UGC/Sponsored sind nicht „wertlos“, aber sie dienen eher der Transparenz und Risikominimierung bei nicht-redaktionellen Verlinkungen.

Wenn du grundsätzlich verstehen willst, wie Links als Rankingfaktor wirken, lohnt sich der Blick in unseren Beitrag zu Backlinks und zur Einordnung von Website-Qualität und Signalen (z. B. Domain Authority als verbreitete Drittanbieter-Kennzahl).

Wie DoFollow-Links SEO beeinflussen

DoFollow-Links sind ein wesentlicher Hebel für organische Sichtbarkeit, weil sie Beziehungen zwischen Seiten abbilden: „Diese Quelle empfiehlt jenes Ziel.“ In der Praxis wirken DoFollow-Links vor allem über drei Ebenen:

  • Autorität/Vertrauen: Links von thematisch passenden, starken Seiten können die Wahrnehmung deiner Seite verbessern.
  • Relevanzsignale: Kontext und Ankertext helfen Suchmaschinen zu verstehen, wofür eine Zielseite stehen kann.
  • Entdeckung/Indexierung: Gute interne und externe Linkstrukturen erleichtern das Auffinden von Inhalten.

Warum der Kontext wichtiger ist als die reine Menge

Viele SEO-Fehleinschätzungen entstehen, wenn Links als „Zählgröße“ betrachtet werden. Ein einzelner DoFollow-Link aus einem redaktionellen, passenden Artikel kann mehr bringen als viele irrelevante Verweise. Typische Qualitätsmerkmale:

  • Thematische Nähe zwischen Quelle und Ziel
  • Natürlich eingebettete Platzierung (nicht Footer-Spam)
  • Glaubwürdige Linkumgebung (keine Linklisten ohne Mehrwert)

Und: Der beste Link bringt wenig, wenn die Zielseite schwach ist. Achte daher auf saubere Technik, klare Inhalte und passende Suchintention. Für häufige Stolperfallen siehe SEO-Fehler.

Profi-Tipp: Prüfe bei neuen DoFollow-Backlinks nicht nur „ob dofollow“, sondern auch Kontext, Ankertext und Ziel-URL. Ein perfekt gesetzter Link auf eine falsche (oder zu allgemeine) Seite verschenkt Potenzial.

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So erkennst und prüfst du DoFollow-Links

Ob ein Link DoFollow ist, lässt sich schnell feststellen. Wichtig ist dabei: Manche Tools verwenden „DoFollow“ als Label, technisch prüfst du aber das rel-Attribut im Quellcode.

Manuelle Prüfung im Browser

  • Rechtsklick auf den Link → „Untersuchen/Inspect“
  • Suche das <a>-Element
  • Fehlt rel oder enthält es kein nofollow/sponsored/ugc, ist der Link in der Praxis „DoFollow“

Beispiel:

  • DoFollow: <a href="...">Text</a>
  • NoFollow: <a href="..." rel="nofollow">Text</a>

Tool-Checks für größere Mengen

Für viele Links sind Browser-Plugins oder SEO-Tools sinnvoll. Achte dabei auf:

  • rel-Werte (nofollow/ugc/sponsored)
  • Statuscodes der Ziel-URL (200 vs. Redirect/404)
  • Indexierbarkeit (z. B. Noindex, Canonical)

Gerade Redirects können die Bewertung beeinflussen. Wenn ein Link auf eine URL zeigt, die per Weiterleitung umgebogen wird, prüfe die Zielkette. Hilfreich dazu: Was ist ein Redirect? und Redirect-Arten. Falls du häufig auf Fehlerläufe stößt: Broken Link ist ein typischer SEO-Bremsklotz.

Best Practices für DoFollow-Links im Content

DoFollow-Links solltest du so setzen, dass sie Nutzer:innen helfen und Suchmaschinen klare Signale geben. Das gilt für externe Links (zu anderen Websites) ebenso wie für deine interne Verlinkung.

Ankertexte natürlich und präzise formulieren

Der Ankertext sollte beschreiben, was nach dem Klick passiert. Vermeide generische Formulierungen („hier klicken“) und auch überoptimierte Keyword-Anker in Serie. Gute Ankertexte sind:

  • beschreibend (Thema der Zielseite)
  • kurz (meist 2–6 Wörter)
  • variabel (nicht immer identisch)

Linkziele passend zur Suchintention wählen

Wenn dein Text eine Definition erklärt, verlinke auf eine passende Erklärseite. Wenn es um eine Kaufentscheidung geht, verlinke auf eine Produkt-/Leistungsseite. Für Inhalte ist außerdem wichtig: Vermeide Duplicate-Signale durch falsche URL-Varianten. In komplexen Setups hilft ein sauberer Canonical Tag und der Umgang mit Duplicate Content.

Als Faustregel: Setze DoFollow-Links dort, wo du redaktionell hinter dem Ziel stehst. Bei Werbung, Affiliate oder Sponsoring sind rel="sponsored" bzw. NoFollow die sichere Wahl.

DoFollow-Backlinks aufbauen: seriöse Strategien statt Risiko

DoFollow-Backlinks entstehen idealerweise, weil dein Inhalt es verdient, verlinkt zu werden. Alles, was künstlich wirkt, kann langfristig schaden. Ziel ist ein organisches, nachvollziehbares Linkprofil (mehr dazu in Backlinkprofil).

Strategien, die nachhaltig funktionieren

  • Linkwürdige Inhalte: Guides, Checklisten, Studien, Tools, Vorlagen
  • Digital PR: Fachbeiträge, Expertenstatements, lokale Presse
  • Partnerschaften: Branchenverzeichnisse, Verbände, Event-Sponsoring (sauber gekennzeichnet!)
  • Gastbeiträge: Nur, wenn sie echten Mehrwert liefern und thematisch passen

Besonders effektiv sind Inhalte, die eine konkrete Suchintention beantworten und gezielt Long-Tails abdecken. Dazu passt die Strategie rund um Long-Tail-Keywords.

Was du vermeiden solltest

  • Linkkauf ohne Kennzeichnung (Risiko von Abstrafungen/Entwertung)
  • Masseneinträge in fragwürdige Verzeichnisse
  • Sitewide-Links aus irrelevanten Footern/Sidebars
  • Unnatürliche Ankertext-Muster (immer exakt das gleiche Keyword)

Wenn du unsicher bist, ob eine Maßnahme „clean“ ist, gilt: Nutzersignal und Transparenz gehen vor. Ein solides Fundament aus Technik, Content und interner Verlinkung bringt oft schneller Ergebnisse als riskante Linktricks.

Interne DoFollow-Links: So nutzt du sie für Struktur und Rankings

Innerhalb deiner Website sind Links standardmäßig ebenfalls DoFollow. Genau hier liegt ein oft unterschätzter Hebel: interne Verlinkung verteilt Relevanz, hilft beim Crawling und führt Nutzer:innen zu den nächsten sinnvollen Inhalten.

Wie du eine starke interne Linkstruktur aufbaust

  • Hub-&-Spoke-Prinzip: Ein Pillar-Artikel (Hub) verlinkt auf Unterthemen (Spokes) und umgekehrt.
  • Kontextlinks im Fließtext sind meist stärker als reine Navigationslinks.
  • Weniger, aber gezielt: Verlinke nur, wenn der nächste Schritt logisch ist.

Praktisch heißt das: In einem SEO-Glossar-Umfeld verlinkst du Begriffe dorthin, wo sie vertieft werden. Beispiele, die in vielen Projekten Sinn ergeben:

Achte bei internen Links zusätzlich darauf, dass Zielseiten technisch erreichbar und schnell sind. Performance wirkt indirekt auf SEO und Nutzererlebnis – siehe Page Speed und Core Web Vitals.

Typische Fehler rund um DoFollow-Links und wie du sie vermeidest

DoFollow-Links sind mächtig – und genau deshalb passieren hier häufig Fehler, die Rankings kosten oder Chancen verschenken. Die häufigsten Probleme betreffen Technik, Kennzeichnung und Zielseitenqualität.

Häufige DoFollow-Fallen

  • Falsche Kennzeichnung bei bezahlten Links: Werbung/Affiliate ohne rel="sponsored" ist riskant.
  • Links auf 404-Seiten: Schlechte Nutzererfahrung und verlorene Signale (siehe 404-Seite und 404-Seiten optimieren).
  • Redirect-Ketten: Mehrere Weiterleitungen kosten Zeit und können Signale verwässern (siehe 301-Redirect).
  • Überoptimierte Ankertexte: Unnatürliche Muster wirken manipulierend.
  • Linken ohne Mehrwert: Links nur „für SEO“ helfen selten.

Ein zusätzlicher Klassiker: Du sammelst Backlinks, aber deine Landingpages konvertieren nicht. Dann bringt Sichtbarkeit wenig. In dem Fall lohnt sich die Verbindung aus SEO und Conversion-Optimierung, z. B. über Conversion Rate oder gezielte Tests wie A/B-Tests.

Profi-Tipp: Wenn du Backlinks aufbaust, prüfe regelmäßig, ob wichtige DoFollow-Links plötzlich auf Redirects, 404 oder „nofollow“ umgestellt wurden. Ein kleines Monitoring spart langfristig viel Ranking-Potenzial.

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DoFollow-Link in der Praxis: Checkliste für Website-Betreiber

Zum Abschluss eine praxisnahe Checkliste, mit der du DoFollow-Links (intern wie extern) sauber managst. Sie hilft dir, Wirkung zu maximieren und Risiken zu minimieren.

DoFollow-Check: Inhalt, Technik, Risiko

  1. Relevanz prüfen: Passt das Ziel thematisch und hilft es Nutzer:innen wirklich?
  2. Linkziel prüfen: Statuscode 200, keine unnötigen Redirect-Ketten, keine 404.
  3. rel-Attribut prüfen: Redaktionell: normaler Link. Werbung/Affiliate: rel="sponsored". UGC: rel="ugc".
  4. Ankertext optimieren: Natürlich, konkret, nicht repetitiv.
  5. Platzierung: Im Kontext des Absatzes, nicht in „Linkblöcken“ ohne Inhalt.
  6. Indexierbarkeit: Zielseite sollte indexierbar sein (keine Noindex-/Canonical-Konflikte).
  7. Interne Verlinkung ergänzen: Wichtige Seiten gezielt unterstützen, nicht nur die Startseite.

Wenn du diese Punkte konsequent umsetzt, entstehen DoFollow-Links, die sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen klare Signale geben. In der Regel ist das der nachhaltigste Weg zu stabilen Rankings – ohne riskante Abkürzungen.

Fazit

Ein DoFollow-Link ist der Standardlink ohne „nofollow“-Einschränkung und kann Crawling sowie wertvolle Empfehlungssignale unterstützen. Entscheidend sind nicht nur „dofollow oder nicht“, sondern Kontext, Ankertext, Linkziel und technische Sauberkeit. Wer DoFollow-Links redaktionell sinnvoll einsetzt, intern klug verlinkt und bezahlte Links korrekt kennzeichnet, baut nachhaltige SEO-Stärke auf.

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