Website wird nicht bei Google angezeigt: Ursachen finden und schnell beheben

Wenn eine Website wird nicht bei Google angezeigt, liegt das fast immer an wenigen, klar prüfbaren Ursachen: Google findet die Seite nicht, darf sie nicht crawlen, soll sie nicht indexieren oder bewertet sie als (noch) nicht relevant. In diesem Leitfaden arbeitest du die wichtigsten Checks in sinnvoller Reihenfolge ab, inklusive konkreter Maßnahmen für schnelle Ergebnisse.

1) Prüfen, ob Google deine Website überhaupt kennt (Index-Status)

Der erste Schritt ist nicht Technik, sondern Klarheit: Ist deine Domain oder eine konkrete URL bereits im Index? Suche bei Google nach site:deinedomain.de. Werden Seiten angezeigt, ist grundsätzlich etwas indexiert. Werden gar keine Ergebnisse angezeigt, heißt das nicht automatisch „gesperrt“, aber es ist ein starker Hinweis, dass Google deine Website (noch) nicht aufgenommen hat oder sie aus dem Index entfernt wurde.

Danach prüfst du die betroffene URL direkt in der Google Search Console (GSC), falls vorhanden. Die URL-Prüfung zeigt dir typischerweise drei Zustände: „URL ist bei Google“, „URL ist nicht bei Google“ oder „Indexierung nicht möglich“. Wichtig ist die Begründung, zum Beispiel „durch noindex ausgeschlossen“ oder „gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“.

Was du ohne Search Console prüfen kannst

  • Gib die exakte URL in Google ein (mit https und ohne Parameter). Wird sie nicht gefunden, ist sie sehr wahrscheinlich nicht indexiert.
  • Testweise eine interne Unterseite prüfen: manchmal ist nur die Startseite indexiert, aber Unterseiten fehlen.
  • Prüfe, ob du kürzlich einen Relaunch hattest oder URLs geändert wurden. Dann sind Weiterleitungen häufig der Knackpunkt.

Wenn du das Thema Crawling besser einordnen willst, hilft der Grundlagenartikel was ist Crawling. Und falls du generell an deiner Online-Sichtbarkeit arbeiten möchtest, lies ergänzend Auffindbarkeit im Internet steigern.

2) robots.txt und Meta-Robots: Blockiert deine Website den Googlebot?

Eine der häufigsten Ursachen ist eine versehentliche Sperre. Zwei Stellen sind entscheidend: die robots.txt und die Meta-Robots-Angaben auf Seitenebene. Die robots.txt liegt unter /robots.txt und kann Suchmaschinen das Crawlen ganzer Verzeichnisse untersagen. Typische Fehler: „Disallow: /“ (blockiert alles), blockierte /wp-admin/ ist normal, aber blockierte /wp-content/ oder ganze Kategorien sind problematisch, wenn dort Inhalte liegen.

Auf Seitenebene kann ein „noindex“ in den Meta-Robots (oder via HTTP-Header X-Robots-Tag) verhindern, dass Seiten indexiert werden. Das passiert oft nach einem Launch, wenn die Seite zuvor im Wartungsmodus war oder ein SEO-Plugin auf „Suchmaschinen bitten, diese Website nicht zu indexieren“ stand. Besonders tückisch: Manchmal ist nur ein Seitentyp betroffen, etwa Blogartikel, Kategorien oder Landingpages.

So findest du den Blocker schnell

  • robots.txt im Browser öffnen und nach „Disallow“ für wichtige Bereiche schauen.
  • Quelltext einer betroffenen Seite prüfen (meta name=”robots”), ob „noindex“ vorkommt.
  • Bei vielen CMS kann ein Plugin oder Theme den X-Robots-Tag setzen.

Wenn du SEO-Fallen systematisch vermeiden willst, passt als Ergänzung SEO-Fehler. Auch hilfreich: ein solides Verständnis von Content-Management-System, weil viele Indexierungsprobleme in Template- oder Plugin-Logik entstehen.

3) Canonical, Duplicate Content und falsche Versionen (www, https)

Deine Website kann „online“ sein und trotzdem nicht erscheinen, wenn Google eine andere Version bevorzugt oder deine Inhalte als Duplikat einstuft. Häufige Szenarien: sowohl http als auch https sind erreichbar, zusätzlich www und non-www, dazu vielleicht noch eine Parameter-Version mit Tracking. Wenn diese Varianten nicht sauber zusammengeführt werden, entstehen duplicate Inhalte, und Google entscheidet sich möglicherweise für eine andere URL als die, die du suchst.

Hier kommen Canonical-Tags und Weiterleitungen ins Spiel. Ein Canonical sagt Google, welche URL die „Hauptversion“ ist. Ist der Canonical falsch gesetzt (zum Beispiel auf die Startseite oder auf eine alte Domain), kann Google die Seite zwar crawlen, aber nicht so indexieren, wie du es erwartest. Ebenso können inkonsistente interne Links, die mal auf http und mal auf https zeigen, die Signale verwässern.

Was du konkret tun solltest

  • Entscheide dich für eine Hauptversion (meist https ohne oder mit www) und leite alle anderen Varianten per 301 um.
  • Prüfe Canonical-Tags auf wichtigen Seiten, ob sie auf sich selbst oder die korrekte Ziel-URL zeigen.
  • Vermeide doppelte Inhalte durch Druckversionen, Filterseiten, Tags oder interne Suche, sofern sie indexierbar sind.

Vertiefe das Thema über was ist ein Canonical-Tag sowie Duplicate Content. Wenn du vermutest, dass Umleitungen eine Rolle spielen, hilft zusätzlich was ist ein Redirect.

4) Sitemap, interne Verlinkung und Crawling-Budget: Findbarkeit herstellen

Google kann Seiten nur indexieren, die es findet. Bei neuen Websites fehlt oft die externe Verlinkung, und intern sind Inhalte zu tief versteckt. Eine XML-Sitemap ist deshalb ein pragmatischer Beschleuniger: Sie listet indexierbare URLs auf und kann in der Search Console eingereicht werden. Das garantiert keine Indexierung, aber es sorgt dafür, dass Google deine Seiten schneller entdeckt und priorisiert.

Genauso wichtig ist die interne Verlinkung. Wenn Unterseiten nur über ein Menüpunkt erreichbar sind, der erst nach einem Script-Load erscheint, oder wenn sie nirgendwo verlinkt sind, werden sie schlechter gecrawlt. Baue klare Themencluster, verlinke aus relevanten Texten heraus und halte die Klicktiefe gering. Besonders bei kleinen Seiten kann eine gut strukturierte Navigations- und Footer-Logik den Unterschied machen.

Praxis-Checks für bessere Auffindbarkeit

  • XML-Sitemap unter /sitemap.xml prüfen und in der Search Console hinterlegen.
  • Wichtige Seiten aus mindestens einem thematisch passenden Inhalt verlinken.
  • Keine „Orphan Pages“: jede Seite braucht mindestens einen internen Link.

Wenn du mehr organischen Traffic aufbauen willst, ergänze deine Strategie mit Long-Tail-Keywords. Und für den grundsätzlichen Ausbau deiner Reichweite passt mehr Besucher auf Website bekommen.

5) Technische Barrieren: Ladezeit, Serverfehler, SSL und Rendering

Technische Probleme führen oft dazu, dass Google Seiten nicht zuverlässig abrufen kann. Klassische Ursachen sind instabile Server (5xx), zu viele Weiterleitungsketten, Timeouts oder falsch konfigurierte Firewalls, die den Googlebot blocken. Auch ein fehlendes oder falsch eingebundenes SSL-Zertifikat kann dazu führen, dass Seiten als unsicher gelten oder nicht konsistent erreichbar sind. Damit verlierst du nicht nur Nutzer, sondern riskierst auch, dass Google die Seite weniger häufig crawlt.

Zusätzlich spielt Rendering eine Rolle: Wenn zentraler Content erst per JavaScript nachgeladen wird und ohne JS kaum Inhalte im HTML stehen, kann Google zwar oft rendern, aber es dauert länger und ist fehleranfälliger. Gerade bei neuen Seiten kann das die Indexierung verzögern. Ebenso problematisch: „Soft 404“ (Seiten sehen wie Fehlerseiten aus), aggressive Cookie-Banner, die den Inhalt verdecken, oder Weiterleitungen nach Geo/IP.

Empfohlene Sofortmaßnahmen

  • Server-Logs prüfen: bekommt Googlebot 200-Statuscodes und kurze Antwortzeiten?
  • Weiterleitungsketten reduzieren, klare 301 auf die Ziel-URL.
  • SSL korrekt konfigurieren und gemischte Inhalte (http-Ressourcen) vermeiden.
  • Wichtige Inhalte serverseitig ausgeben oder als statisches HTML verfügbar machen.

Zum Thema Performance ist was ist Page Speed hilfreich. Und wenn du SSL absichern willst, lies was ist ein SSL-Zertifikat.

6) Content-Qualität: Warum „gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“ passiert

Manchmal ist alles korrekt freigegeben, aber Google indexiert trotzdem nicht. In der Search Console taucht dann oft „gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“ oder „gefunden, zurzeit nicht indexiert“ auf. Häufige Ursachen sind dünne Inhalte, sehr ähnliche Seiten, zu wenig eigener Mehrwert oder eine Seite, die stark wie eine Platzhalter-Seite wirkt. Auch KI-Texte ohne klare Struktur, ohne Expertise und ohne konkrete Antworten werden eher zurückgestellt.

Google bewertet nicht nur „ob“ eine Seite existiert, sondern „ob“ sie es wert ist, im Index zu landen. Dafür braucht es Klarheit im Thema, eindeutige Suchintention, saubere Überschriftenstruktur, hilfreiche Beispiele und idealerweise unterstützende Signale wie interne Links, externe Erwähnungen und Nutzerverhalten. Besonders Seiten wie „Über uns“ oder sehr kurze Leistungsseiten können betroffen sein, wenn sie kaum Informationen bieten.

So machst du Inhalte indexierungswürdig

  • Füge konkrete Antworten, Checklisten, Beispiele und klare Nutzenargumente hinzu.
  • Vermeide mehrere Seiten, die praktisch das Gleiche sagen, konsolidiere lieber.
  • Baue thematische Tiefe auf und stütze Aussagen mit nachvollziehbaren Details.
  • Optimiere Snippet-Elemente: Title, Description, saubere Überschriften.

Wenn du typische Stolpersteine vermeiden willst, hilft SEO-Fehler als ergänzende Checkliste. Und für bessere Snippets ist was ist ein SERP Snippet ein guter Einstieg.

7) Relaunch, Redirects und 404: Wenn URLs sich geändert haben

Nach einem Relaunch ist „Website wird nicht bei Google angezeigt“ ein Dauerbrenner. Grund: Google kennt alte URLs, aber die neuen sind nicht sauber angebunden. Wenn alte Seiten auf 404 laufen, verlierst du Indexsignale, Backlink-Power und Relevanz. Wenn Weiterleitungen falsch sind, landet Google in Schleifen oder auf irrelevanten Zielseiten, zum Beispiel alle alten Unterseiten auf die Startseite. Das führt oft zu schlechterer Indexierung oder zu Rankings, die komplett verschwinden.

Wichtig ist ein sauberer Redirect-Plan: Jede alte URL sollte, wenn möglich, per 301 auf die thematisch passendste neue URL weiterleiten. Zusätzlich sollte die interne Verlinkung nach dem Relaunch vollständig aktualisiert werden, sonst crawlt Google weiter alte Pfade. Prüfe auch Canonicals, hreflang (falls vorhanden) und Sitemap: Sie müssen nur die neuen, indexierbaren URLs enthalten.

Relaunch-Checkliste in der Praxis

  • Liste alter Top-URLs erstellen (Analytics, Search Console, Crawl) und Mapping auf neue Ziele.
  • 404-Fehler in der Search Console und im Serverlog konsequent beheben.
  • Sitemap aktualisieren und alte Sitemaps entfernen.
  • Interne Links auf den neuen URL-Stand bringen.

Vertiefe das Vorgehen mit Website-Relaunch Ablauf und, falls Fehlerseiten betroffen sind, 404-Seiten optimieren.

8) Backlinks, Autorität und Zeit: Warum neue Websites oft „unsichtbar“ sind

Bei neuen Domains ist es normal, dass Google zurückhaltend indexiert und rankt, selbst wenn technisch alles sauber ist. Ohne Autorität und ohne externe Signale fehlen Google Hinweise, dass deine Website relevant und vertrauenswürdig ist. Das betrifft besonders umkämpfte Keywords. Selbst wenn einzelne Seiten indexiert werden, erscheinen sie oft erst auf hinteren Ergebnisseiten und wirken dadurch „nicht sichtbar“.

Backlinks sind dabei kein magischer Trick, aber ein wichtiger Vertrauensfaktor. Es geht nicht um Masse, sondern um passende, redaktionelle Links aus thematisch relevanten Quellen. Gleichzeitig helfen Erwähnungen (Brand Mentions), lokale Verzeichnisse (bei lokalen Unternehmen) und Social Signals indirekt, indem sie Aufmerksamkeit und Traffic erzeugen. Parallel solltest du Inhalte aufbauen, die eine realistische Chance haben, schnell zu ranken, etwa Long-Tail-Themen, FAQs und Problemlöser.

Was du kurzfristig tun kannst

  • Starte mit Keywords, die konkret sind und weniger Wettbewerb haben.
  • Veröffentliche mehrere starke Inhalte statt nur einer dünnen Seite.
  • Baue Partnerschaften, Gastbeiträge oder PR-Anlässe für erste hochwertige Links.

Wenn du das Thema Linkaufbau sauber angehen willst, lies Backlinks und ergänzend was ist ein Backlinkprofil.

9) Priorisierte Schritt-für-Schritt-Checkliste: So gehst du jetzt vor

Damit du nicht kreuz und quer suchst, kommt hier eine sinnvolle Reihenfolge. Ziel ist, zuerst harte Blocker auszuschließen, dann Auffindbarkeit herzustellen und zuletzt Qualität und Autorität zu steigern. So löst du die häufigsten Ursachen in wenigen Stunden, statt tagelang in Details zu versinken.

  1. Index prüfen: site:-Suche, exakte URL-Suche, idealerweise GSC-URL-Prüfung.
  2. Blocker entfernen: robots.txt, noindex, X-Robots-Tag prüfen und korrigieren.
  3. Versionen vereinheitlichen: http/https, www/non-www per 301, Canonicals kontrollieren.
  4. Sitemap & interne Links: Sitemap erstellen und einreichen, Orphan Pages verlinken.
  5. Technik: Statuscodes, Serverstabilität, SSL, Rendering und Ladezeit optimieren.
  6. Content verbessern: dünne Seiten ausbauen, Duplikate konsolidieren, klare Suchintention treffen.
  7. Relaunch-Altlasten: 404 und Redirect-Mapping, interne Links aktualisieren.
  8. Autorität aufbauen: erste hochwertige Backlinks und Marken-Signale.

Wenn du diese Punkte abarbeitest, findest du fast immer den konkreten Grund, warum deine Website nicht bei Google angezeigt wird. Wichtig ist danach Konsequenz: neue Inhalte regelmäßig veröffentlichen, technische Qualität halten und interne Verlinkung sauber pflegen.

Fazit: Wenn eine Website nicht bei Google angezeigt wird, sind meistens Index-Blocker, falsche URL-Versionen, fehlende Signale oder zu dünner Content verantwortlich. Arbeite zuerst robots/noindex und Redirects ab, danach Sitemap, Technik und Inhalte. So wird aus „unsichtbar“ wieder „auffindbar“.

Kategorien SEO

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