Broken Link: Was dahintersteckt und wie du ihn behebst

Ein Broken Link ist mehr als nur ein kleiner Website-Fehler: Defekte Links bremsen Nutzer aus, kosten Vertrauen und können sich messbar auf SEO, Conversion und Crawling auswirken. In diesem Guide erfährst du, woran du Broken Links erkennst, warum sie entstehen, wie du sie systematisch findest und mit den richtigen Maßnahmen (z. B. Redirects, 404-Optimierung, Monitoring) nachhaltig behebst.

Was ist ein Broken Link?

Ein Broken Link (auch „toter Link“) ist ein Hyperlink, der beim Anklicken nicht (mehr) zur gewünschten Zielseite führt. Statt des erwarteten Inhalts landet der Nutzer typischerweise auf einer Fehlerseite oder erhält keine gültige Antwort vom Server. Häufige Hinweise sind eine 404-Fehlermeldung, ein „Seite nicht gefunden“ oder eine Umleitung auf irrelevante Inhalte.

Wichtig ist: Ein Broken Link kann sowohl intern (Link innerhalb deiner Domain) als auch extern (Link zu einer anderen Website) auftreten. Interne Broken Links sind besonders kritisch, weil du sie direkt beeinflussen kannst und sie oft auf strukturelle Probleme hinweisen.

Typische technische Signale

  • 404 Not Found: Ressource existiert nicht (mehr). Mehr dazu in was ist eine 404-Seite.
  • 410 Gone: Ressource wurde dauerhaft entfernt.
  • 5xx Serverfehler: Serverproblem beim Ziel (zeitweise oder dauerhaft).
  • DNS/Timeout: Domain/Server nicht erreichbar.

Im SEO-Kontext ist ein Broken Link vor allem deshalb relevant, weil Suchmaschinen beim Crawling Links folgen, um Inhalte zu finden und zu bewerten. Defekte Pfade stören diese Exploration und verschlechtern die Nutzererfahrung.

Merke: Ein Broken Link ist nicht automatisch „SEO-GAU“, aber viele defekte Links sind ein Qualitäts- und Wartungssignal – für Nutzer wie für Suchmaschinen.

Wie Broken Links entstehen: die häufigsten Ursachen

Broken Links entstehen selten „einfach so“ – meist sind es Nebenwirkungen von Änderungen an Struktur, Technik oder Content. Besonders häufig passiert das bei Website-Relaunches, CMS-Wechseln oder wenn Inhalte bereinigt und URLs angepasst werden. Ohne saubere Weiterleitungen bleiben alte Links im System und führen ins Leere.

Häufige Ursachen in der Praxis

  • URL-Änderungen durch neue Slugs oder Struktur (z. B. Kategorien, Sprachpfade).
  • Gelöschte Seiten ohne Ersatz oder Redirect (z. B. abgelaufene Aktionen).
  • Tippfehler in der Verlinkung (fehlender Slash, falscher Pfad, Parameter).
  • HTTP/HTTPS- und www/non-www-Wechsel ohne konsistente Weiterleitungen.
  • Umzug/Providerwechsel oder falsche Einstellungen rund um Hosting und DNS.
  • Externe Quellen ändern sich: Zielseite wird umgebaut, entfernt oder blockiert.

Ein unterschätzter Punkt sind Content-Management-Systeme: Je nach Setup können Plugins, Page-Builder oder Theme-Wechsel Links automatisch anpassen – oder eben nicht. Wer z. B. mit WordPress arbeitet, sollte bei Migrationen und Permalink-Anpassungen besonders sauber vorgehen. Gleiches gilt bei CMS-Wechseln, etwa zu oder von Systemen wie REDAXO.

Außerdem entstehen Broken Links gerne durch „Content-Recycling“: Alte Blogartikel werden aktualisiert, aber interne Links zeigen auf veraltete Ressourcen. Deshalb ist Linkpflege keine einmalige Aufgabe, sondern Teil von Wartung und Qualitätsmanagement.

Warum Broken Links schaden: SEO, Nutzererlebnis und Conversion

Broken Links sind in erster Linie ein UX-Problem: Nutzer klicken mit einer Erwartung – und werden enttäuscht. Das erhöht Frust, senkt Vertrauen und kann dazu führen, dass Besucher abspringen, statt den nächsten Schritt zu gehen. Je nach Seite kann das direkte Auswirkungen auf Leads, Anfragen oder Verkäufe haben – also auf die Conversion Rate.

SEO-Auswirkungen, die wirklich zählen

  • Verschwendetes Crawl-Budget: Google crawlt Links, die ins Leere führen, statt wichtige Seiten zu besuchen.
  • Schwächere interne Linkstruktur: Interne Signale (Relevanz/Hierarchie) werden unterbrochen.
  • Verlust von Linkkraft: Wenn externe Seiten auf nicht mehr existierende URLs verlinken, verpufft potenzieller SEO-Wert (siehe Backlinks).
  • Schlechtere Nutzer-Signale: Unzufriedenheit kann indirekt Performance verschlechtern (z. B. kürzere Sessions, weniger Interaktion).

Auch die Markenwirkung leidet: Eine Website mit vielen defekten Links wirkt ungepflegt. Das ist besonders kritisch bei Firmenwebsites, die Vertrauen aufbauen sollen. Und wenn der Broken Link auf zentrale Seiten zeigt (Kontakt, Leistungsseiten, Produktdetail), ist der Schaden nicht nur „theoretisch“.

Ein weiterer Punkt: Defekte Links führen häufig auf unbrauchbare Fehlerseiten. Dabei kann eine gut gestaltete 404-Seite optimieren helfen, Besucher zurück in sinnvolle Pfade zu führen (Suche, Navigation, Top-Kategorien, Kontakt). Das ersetzt keine Reparatur, reduziert aber den Verlust.

Profi-Tipp: Wenn du nach einem Relaunch oder CMS-Wechsel einen plötzlichen Anstieg von 404-Fehlern siehst, handle sofort: Meist fehlen systematische Redirects. Wir helfen dir, fehlerhafte Pfade zu identifizieren und sauber zu beheben, bevor Rankings oder Anfragen leiden.

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Broken Links finden: Methoden und Tools für einen Link-Audit

Um Broken Links zu beheben, brauchst du zuerst eine zuverlässige Liste. Dabei ist entscheidend, ob du interne oder externe defekte Links suchst – und ob du nur sichtbare Links auf Seiten prüfst oder auch Ressourcen wie PDFs, Bilder und Weiterleitungsketten.

Schnelle Checks (für kleine Websites)

  • Manueller Check: Stichproben in Navigation, Footer, Top-Seiten.
  • CMS-Suche: Inhalte nach alten URLs oder Domainteilen durchsuchen.
  • Browser-Add-ons: Link-Checker-Erweiterungen für einzelne Seiten.

Systematischer Audit (für SEO & größere Websites)

  • Crawler-Tools (Screaming Frog, Sitebulb): Finden 404/5xx, fehlerhafte Weiterleitungen, falsche Canonicals.
  • Google Search Console: Meldet Crawling-Probleme und „Nicht gefunden (404)“ unter Seiten/Indexierung.
  • Server-Logs: Zeigen, welche 404-URLs wirklich aufgerufen werden (inkl. Bots).

Achte bei der Auswertung auf Kontext: Ein 404 ist nicht immer kritisch, wenn die URL nie intern verlinkt war und keine Relevanz hat. Kritisch sind vor allem:

  • 404-URLs, die intern verlinkt sind
  • 404-URLs mit Backlinks oder viel Traffic
  • 404-URLs, die Conversion-Pfade betreffen (z. B. Landingpages)

Wenn du strukturiert vorgehst, bekommst du eine Prioritätenliste: erst die Seiten mit dem größten Impact reparieren, dann den Rest. Das ist effizienter als „alles auf einmal“.

Broken Links beheben: Redirects, Ersatzseiten und saubere Zielauswahl

Das Ziel ist nicht „Fehlerzahl auf Null um jeden Preis“, sondern korrekte Nutzerführung und saubere Signale für Suchmaschinen. Je nach Ursache gibt es verschiedene Reparaturwege. Grundregel: Wenn es eine passende neue Seite gibt, leite um. Wenn nicht, liefere einen passenden Statuscode und eine hilfreiche Fehlerseite.

Die wichtigsten Maßnahmen

  1. Link direkt korrigieren: Wenn der Link intern falsch gesetzt ist (Tippfehler, alter Pfad), ändere ihn im Content/Template.
  2. 301-Redirect setzen: Wenn eine URL dauerhaft ersetzt wurde, ist ein 301-Redirect meist die richtige Wahl.
  3. 302 nur temporär: Nur bei kurzfristigen Umstellungen (z. B. Wartungsseite).
  4. 410 für dauerhaft entfernte Inhalte: Wenn es bewusst keinen Ersatz gibt.
  5. Relevante Ersatzseite bauen: Bei wichtigen Themen lohnt sich eine neue Seite statt „ins Nichts“ zu senden.

Viele Fehler passieren bei Redirects: Ketten (A→B→C), Schleifen oder pauschale Weiterleitungen auf die Startseite. Letzteres wirkt für Nutzer wie „verarscht“ und kann auch für Google ein schlechtes Qualitätszeichen sein. Besser: Umleiten auf die inhaltlich nächstpassende Seite (gleiche Kategorie, gleiche Suchintention).

Wenn du tiefer einsteigen willst: Der Artikel zu Redirect sowie die Übersicht zu Redirect-Arten hilft bei der Auswahl der richtigen Weiterleitung.

Praktischer Leitfaden: Hat die alte Seite Rankings oder Links? Dann 301 auf den besten Ersatz. Hat sie keine Relevanz und keinen Ersatz? Dann 410/404 mit guter 404-Seite.

Broken Links präventiv vermeiden: Prozesse, Monitoring und Content-Workflow

Die beste Reparatur ist die, die gar nicht nötig wird. Broken Links lassen sich stark reduzieren, wenn du einen klaren Workflow für Änderungen an URLs und Inhalten etablierst. Gerade bei wachsenden Websites entstehen Probleme oft nicht durch „Unwissen“, sondern durch fehlende Routine: Ein Redakteur löscht eine Seite, ein anderes Team ändert Permalinks, und niemand überprüft die Folgen.

Best Practices, die sofort wirken

  • URL-Änderungen nur mit Plan: Vorher Mapping erstellen (alt → neu) und Redirects vorbereiten.
  • Relaunch-Checkliste: Nach Livegang Crawl durchführen und 404-Liste priorisieren (siehe Website-Relaunch Ablauf).
  • Regelmäßige Link-Audits: Monatlich/vierteljährlich, je nach Content-Frequenz.
  • Standard für externe Links: Externe Quellen nur verlinken, wenn sie stabil wirken; bei kritischen Infos lieber zusätzlich intern erklären.
  • Monitoring: Search Console + Uptime/SEO-Monitoring, um neue Fehler schnell zu sehen.

Auch die technische Basis spielt eine Rolle: Ein sauberes CMS-Setup, regelmäßige Updates und Wartung senken das Risiko für unerwartete Fehler. Für WordPress-Seiten ist eine kontinuierliche Pflege oft der Unterschied zwischen „läuft“ und „bricht ständig irgendwo“. (Siehe WordPress Website Wartung.)

Prozess-Tipp: Lege fest, dass Inhalte nicht einfach gelöscht werden. Stattdessen: „Unpublish + Redirect oder 410“ als verbindliche Entscheidung. Das verhindert, dass Linkstrukturen langsam verrotten.

Broken Links, 404-Seiten und interne Verlinkung richtig zusammenspielen

Broken Links sind oft ein Symptom einer schwachen internen Struktur. Je klarer deine Informationsarchitektur und interne Verlinkung, desto weniger „verwaiste“ URLs entstehen und desto leichter lassen sich Änderungen sauber abfangen.

Warum interne Verlinkung Broken Links sichtbar macht (und entschärft)

  • Klare Hubs: Themencluster mit zentralen Seiten reduzieren das Risiko, dass einzelne URLs „wichtig“ werden, ohne dass es jemand merkt.
  • Weniger Link-Leichen: Wenn du systematisch aus Menüs, Kategorien und Content heraus verlinkst, fallen Fehler schneller auf.
  • Besserer Kontext: Bei Updates kannst du Links inhaltlich passend ersetzen, statt pauschal umzuleiten.

Eine gute 404-Seite ist dabei der Sicherheitsgurt, nicht der Motor: Sie verhindert, dass Nutzer komplett abspringen. Idealerweise enthält sie:

  • klare Fehlermeldung (ohne Schuldzuweisung)
  • Suche und Links zu Hauptkategorien
  • Top-Inhalte oder beliebte Einstiegsseiten
  • Kontaktmöglichkeit (bei wichtigen B2B-Seiten)

Wenn du Landingpages einsetzt, ist das besonders relevant: Dort ist der Pfad zur Conversion kurz und störanfällig. Ein defekter Link (z. B. zu Preisen, Referenzen, Kontakt) kann die Performance spürbar senken. Passend dazu: Was ist eine Landingpage und die Merkmale einer Landingpage.

Fazit für die Praxis: Broken Links sind nicht nur „SEO“, sondern ein Struktur- und Qualitäts-Thema deiner gesamten Website.

Profi-Tipp: Lass Broken Links nicht „nebenbei“ laufen: Ein quartalsweiser Crawl plus ein Redirect-Konzept nach jedem Content-Update spart dir dauerhaft Rankings, Nutzerfrust und verlorene Anfragen. Wenn du willst, übernehmen wir Audit, Priorisierung und Umsetzung für dich.

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Fazit

Ein Broken Link ist ein defekter Verweis, der Nutzer und Suchmaschinen ins Leere führt. Die größten Hebel sind: Broken Links regelmäßig finden (Crawler/GSC), intern falsch gesetzte Links korrigieren, wichtige alte URLs per 301-Redirect sauber auf passende Ziele leiten und 404-Seiten so gestalten, dass Besucher nicht verloren gehen.

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Kategorien SEO

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