8 Merkmale einer perfekten Landingpage

Landingpages sind im digitalen Marketing nicht mehr wegzudenken. Sie eignen sich hervorragend dazu, ein ganz bestimmtes Angebot zu gezielt über Werbeplattformen zu bewerben. Auch für die Leadgenerierung werden sie eingesetzt, um Kundenanfragen über das Internet zu generieren. Doch was sind die Merkmale einer Landingpage und wie muss sie aufgebaut werden, um hohe Konversionsraten zu erzielen?

In diesem Beitrag findest du die wichtigsten Elemente einer Landingpage, damit du beste Ergebnisse erzielen kannst!

Eine Landingpage ist eine schlanke Website, die ein ganz bestimmtes Angebot bewerben soll. Eine solche Website verzichtet auf ausgehende Links oder dem üblichen Navigationsmenü. Wichtige Merkmale einer Landingpage sind überzeugende Überschriften, wirkungsvolle Verkaufstexte, die durch Medien aufgelockert werden. Um das Vertrauen der Besucher zu gewinnen, helfen Siegel oder vertrauensfördernde Symbole. Mit einer klaren Handlungsaufforderung sorgt man dafür, dass möglichst viele Besucher das beworbene Angebot annehmen.

Aufbau einer Landingpage

Die einzelnen Merkmale einer Landingpage erkläre ich detailliert in diesem Beitrag. Wenn du jedoch Unterstützung bei der Erstellung einer Landingpage benötigst, dann lass uns sprechen. Hier kannst du Kontakt mit mir aufnehmen.

Falls du zum ersten Mal von einer Landingpage lesen solltest, findest du in diesem Beitrag die genaue Erklärung und kannst nachlesen, wofür eine Landingpage erstellt wird und was sie so effektiv im Online Marketing macht.

Merkmale einer guten Landing Page

Jetzt gehe ich hier auf die wichtigsten Elemente einer Landingpage ein. Wie gestalte ich eine Landing Page? Wie muss das Design aussehen und wie müssen die Texte geschrieben werden, damit das Interesse der Besucher geweckt wird? Auf jedes dieser Fragen bekommst du nun die antworten!

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Doch vorab: Eine Schablone für alle Dienstleistungen oder Produkte gibt es nicht. Jedes Angebot unterscheidet sich (in der Regel) von anderen und von Branche zu Branche gibt es bestimmte Dinge, die man in der Ausgestaltung einer Landingpage berücksichtigen muss. Es gibt jedoch einige notwendige Komponenten, die nicht fehlen dürfen. Sie bilden den robusten Rahmen, um Besucher auf der Seite zu halten und zu Leads zu konvertieren.

Landingpage Merkmale: Visuelle Darstellung als Infografik

In dieser Infografik siehst du einmal visualisiert den Aufbau einer Landingpage. Gerne kannst du die Infografik als Bild hier herunterladen und auf deiner Seite, oder in sozialen Medien verlinken, wenn du diese Seite damit verlinkst. Weiter unten im Beitrag gehe ich auf die einzelnen Elemente noch einmal genauer ein.

Merkmale einer Landingpage

1. Das wichtigste zuerst: Die Landingpage sollte genau ein bestimmtes Angebot bewerben

Das ist ein sehr verbreiteter und zugleich eines der teuersten Fehler. Leider stoße ich sehr häufig darauf, wenn mir Kunden ihre bestehenden Landingpages zeigen und meine Unterstützung zur Optimierung der Landingpage benötigen.

Das Hauptmerkmal und zugleich Sinn einer Landing Page ist, dass es sich genau auf ein einziges Angebot beschränken muss. Wenn man eine persönliche Beratung anbietet, dann sollte auch wirklich nur die Beratung auf der Landingpage beworben werden.

Viele machen den Fehler, dass sie zu viele Angebote auf einer Landingpage gleichzeitig bewerben möchten, um Kosten für weitere Landingpages einzusparen. Das verringert jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Konversion und macht es zudem ziemlich schwierig bis unmöglich etwaige Werbekampagnen zu optimieren.

Die Landingpage ist nicht dafür gedacht, wie in einem Buchladen alles anzubieten. Man beschränkt sich darauf, ein ganz bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung in den Vordergrund zu stellen. So kann man Werbemaßnahmen viel genauer und gezielter konzipieren, was dann zu einer Kostenersparnis führt.

2. Überzeugende und auffällige Überschrift(en)

KAREON Media Website-ErstellungDie Überschrift ist das A und O, da sie eines der ersten Elemente ist, was Besucher sehen, wenn sie auf einer Landing Page landen. Eine überzeugende Überschrift weckt das Interesse der Besucher und es trägt dazu bei, dass man direkt auf dem ersten Blick erkennt, worum es auf der Seite geht.

Unabhängig davon, was man anbietet, sollte man bei der Überschrift immer diese drei Merkmale berücksichtigen:

Klarheit

Direkt auf den Punkt kommen! Das Produkt oder die Dienstleistung sollte kurz, knackig, klar und deutlich in der ersten sichtbaren Überschrift beschrieben werden. Dabei sollte das obere Drittel der Landing Page nicht zu textlastig sein, da zu viele Texte abschreckend auf Besucher wirken können.

Bei erklärungsbedürftigen Produkten kann man im weiteren Verlauf der Seite einzelne Angebotspunkte genauer beschreiben, um etwaige Fragen vorwegzunehmen. Es sollten möglichst keine Unklarheiten darüber vorhanden sein, was auf der Landeseite angeboten wird.

Relevanz zur Werbeanzeige

Landingpages werden in den meisten Fällen dazu erstellt, um mit gezielten Online-Werbeanzeigen Besucher auf das Angebot aufmerksam zu machen. Daher sollte die Überschrift bzw. die Inhalte der Landingpage genau zu der Werbeanzeige passen. Findet der Besucher nicht das, was in der Werbeanzeige versprochen wurde, wird dieser enttäuscht die Landingpage verlassen. Wenn man so was wie „6 Monate lang kostenloses Training!“ verspricht und der Besucher dieses Versprechen nicht wiederfindet, hat man sich direkt das Vertrauen verspielt.

Genau auf die Bedürfnisse oder Probleme der Zielgruppe eingehen und die perfekte Lösung bieten

Jede Website ist besonders dann effektiv, wenn sie inhaltlich genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten wurde. Man sollte ganz bestimmte Probleme der Zielgruppe kennen und gezielt ansprechen. Auf der Landeseite sollte man dann auch die bestmögliche Lösung präsentieren. Das macht die Werbung gleich sympathischer und sorgt dafür, dass der Besucher eher dazu geneigt ist, das Angebot wahrzunehmen.

Vier Faustregeln für starke und überzeugende Überschriften:

  1. Beginne deine Hauptüberschrift mit „Wie“ oder „Darum“ und biete dann eine Lösung für das Problem deiner Besucher an.
  2. Stelle eine Frage und antworte auf die Frage in der Zwischenüberschrift oder direkt in der gleich darauf folgenden Textpassage.
  3. Sei humorvoll: auch wenn es nicht immer angebracht ist, kann Humor manchmal den Unterschied ausmachen.
  4. Biete ein Alleinstellungsmerkmal an: Gebe den Besuchern einen überzeugenden Grund, dein Produkt oder deine Dienstleistung gegenüber anderen vorzuziehen und erläutere, wie du dich von der Konkurrenz abhebst.

Wie das in etwa aussehen kann, zeigt MANSCAPED. Dieses Unternehmen hat sich spezialisiert, Rasierapparate für den Intimbereich anzubieten (siehe Bild). Mit humorvollen Werbekampagnen sorgen sie so für Aufmerksamkeit und genau derselbe Humor wird auf der Landingpage weiter aufgegriffen, ohne den Fokus von den Produkten zu lenken:

Ausschnitt aus der Landingpage von MANSCAPED

3. Wirksame Verkaufstexte

Das Ziel der Landingpage ist ja, ein ganz bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Das geht am besten mit ausgeklügelten Verkaufstexten. Es ist eines der wichtigsten Methoden, um die Vorteile des Produkts und des Alleinstellungsmerkmal zu vermitteln. Jeder Besucher ist nämlich ein potenzieller Kunde, der einen guten Grund dafür sucht, dass Angebot anzunehmen. Damit die Texte auf der Landingpage wirkungsvoll auf den Leser wirken, sollte man folgende Punkte berücksichtigen.

Umfang der Texte

Der Umfang des Textes kann den Besucher in seinen Bann ziehen oder verschrecken. Zu viel Text kann dazu führen, dass sich Besucher überfordert fühlen und die Seite ungelesen wieder verlassen.

Zu wenig Text kann dazu führen, dass Besucher mit offenen Fragen dar stehen und sich dann nicht mehr sicher sind, ob das Angebot das richtige ist. Man muss also genau die Mitte treffen und möglichst auf einfache und leicht verständliche Texte wert legen.

Wenn man ein E-Book, ein Whitepaper o.ä. anbietet, braucht man eher wenig Text. Die Inhaltsangabe, Lösungsansätze für das Problem des Besuchers und die Ergebnisschilderung können ausreichen, um den Besucher davon zu überzeugen, dass Angebot anzunehmen. Bei speziellen Produkten oder Dienstleistungen gehören Produktfeatures, technische Daten und Maße unbedingt auf die Landingpage.

Schreibstil

Der wichtigste Punkt in diesem Zusammenhang ist, dass die Texte kundenorientiert sind und das Besucher direkt angesprochen werden. Viele Unternehmer*Innen begehen den Fehler und erzählen wie toll sie sind und was sie alles können. Der Besucher fühlt sich aber nicht unbedingt davon angesprochen. Daher sollte man den potenziellen Kunden direkt ansprechen. Beispiele hierzu wären:

Suboptimaler Schreibstil: „Wir sind qualifizierter Heizung- & Sanitärbetrieb und sanieren seit 150 Jahren Bäder und sind Mitglied im Verein XY blah blah…“

Der potenzielle Kunde wird sich im oberen Text nicht angesprochen fühlen. Viel eher interessiert es die Person, was das Unternehmen für sie tun kann. Wie wirkt der folgende Schreibstil auf dich?

Besser wäre: „Als Badsanierungsexperten bauen wir Ihr Bad perfekt auf Ihre Bedürfnisse um. Dabei berücksichtigen wir all Ihre Sonderwünsche und setzen diese zu fairen Preisen um!“

Mit „Sie“ und „Ihr“ anstelle von Wörtern wie „wir“, „uns“ und „unser“ zu schreiben, signalisiert dem potenziellen Kunden, dass man sich auf dessen Bedürfnisse konzentriert und in den Vordergrund stellt.

Der Text sollte auch vermitteln, warum das Produkt oder die Dienstleistung besser ist als die der Konkurrenz. Wörter wie „neu und verbessert“, „bahnbrechend“ und „innovativ“ fallen auf, aber sagen erst einmal nicht viel aus. Wenn man solche Superlative in seinem Angebotstext verwendet, sollte man auch erläutern, warum das Angebot diese Formulierungen verdient hat. Vor allem interessiert es die Zielgruppe, wie das angebotene Produkt oder die Dienstleistung ihm konkret helfen kann.

Formatierung

Da die meisten Online-Leser Webseiten nur überfliegen, kann die Verwendung verschiedener Formatierungstechniken wie Aufzählungspunkte, Ziffern, Listen, Fettdruck, Kursivschrift usw. sicherstellen, dass die wichtigsten Informationen leserlicher sind und besser auffallen.

4. Ansprechende Medien

Medien auf LandingpagesWenn die Landingpage aus großen Textwänden besteht, kann der Besucher abgeschreckt werden.  Ganz ohne Angebots- oder Produktbeschreibungen kommt man aber dann doch nicht aus. Textblöcke sollten aus kurzen und prägnanten Sätzen bestehen und den Leser dazu verleiten, die Landingpage weiter zu erkunden. Zur Verfeinerung des Textes sollten Medien wie zum Beispiel Bilder, kleine Produktvideos oder Icons eingefügt werden.

Bilder

Bilder auf der Landing-Page sollten nicht nur hübsch aussehen, sondern auch die Aufmerksamkeit auf bestimmte Elemente wie zum Beispiel der Handlungsaufforderung lenken. Auch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man dadurch die Eintragungsrate bzw. Kaufrate deutlich erhöhen kann. Die folgenden Punkte beschreiben, warum Bilder auf jede Website gehören:

  • Bilder oder allgemein Medien wecken Emotionen beim Besucher.
  • Angebot oder Angebotsmerkmale können besser sichtbar gemacht werden.
  • Das Unternehmen kann sich mit Büro- oder Teamfotos besser präsentieren.
  • Kundenmeinungen wirken durch Kundenfotos authentischer.
  • Die Aufmerksamkeit wird auf wichtige Elemente gelenkt (wie auf „Jetzt eintragen“-Buttons).

Videos

Filme, Videoclips, Produkt- oder Angebotsvideos sind sogar noch viel effektiver als Bilder:

  • Videos aus Verbrauchersicht generell als hilfreich empfunden werden.
  • Verbraucher halten Unternehmen, die sich vor der Kamera zeigen, generell für vertrauenswürdiger als solche ohne.
  • Die durchschnittliche Besuchszeit auf einer Landingpage, wird deutlich gesteigert.
  • Produkte und Produktmerkmale kann man in kurzen Filmen viel schneller uns besser erklären.

Generell kann man sagen, dass durch den Einsatz von gut produzierten Videos die Eintragungsquote oder Kaufrate deutlich höher ist. Mit „gut produziert“, meint man nicht aufwendig produzierte 4K Videos, sondern auch gern einfachere Videos, mit der man selbst sein Produkt oder die Dienstleistung dem Besucher vorstellt. Videos zählen aktuell zu eines der wichtigsten Merkmale einer modernen Landingpage.

Animationen

Auch Animationen bieten eine tolle Möglichkeit, um die Inhalte für den Besucher der Landing Page ansprechender zu gestalten. Wichtig hierbei ist es, dass man Animationen nicht zu exzessiv einsetzt, da diese zum einen die Ladezeit beeinträchtigen, aber die Seite im Allgemeinen zu unruhig machen können.

Bei dem gezielten und richtigen Einsatz von Animationen lenkt man die Augen des Besuchers aber genau auf das gewünschte Element der Landingpage.

Hier ein Beispiel: 

Animationen auf der Landingpage
Quelle: Kundenwebsite handyreparatur-duesseldorf.com

Auf dieser Kundenwebsite habe ich mit einem hereingleitenden Pfeil gezielt die Aufmerksamkeit des Besuchers auf wichtige Leistungen gelenkt (Nur in der Desktop-Version). Auf der mobilen Variante habe ich darauf verzichtet, da die gewünschten Elemente auf Smartphones übersichtlicher wirken und aufeinander aufbauend erstellt wurden. Zudem wird die Ladezeit durch geringere Animationen auf der Smartphone-Variante nicht beeinträchtigt.

5. Vertrauensindikatoren

Vertrauensindikatoren auf der LandingpageGerade kleinere Unternehmen haben es schwer, sich gegen große Konzerne zu behaupten. Helfen können vertrauensbildende Elemente auf der Landing Page. Sogenannte Vertrauensindikatoren helfen dem Besucher dabei, dass er gleich erkennt, dass es sich bei dem jeweiligen Unternehmen um eine seriöse Firma handelt.

Diese vier Vertrauensindikatoren können die Eintragungsrate deutlich steigern:

Fotos vom Inhaber, Sachbearbeiter oder dem Team

Wer mit seinem Gesicht für seine Dienstleistung eintritt, wirkt deutlich seriöser und zeigt auch, dass man mit seinem Namen und dem guten Ruf für sein Geschäft einsteht.

Potenzielle Kunden merken schnell, ob die Fotos auf der Landingpage gekaufte Stockfotos sind oder ob es sich dabei um echte Unternehmens- / Inhaberbilder handelt.

Branchen wie Schlüsseldienste, Rohrreinigungsunternehmen, Schädlingsbekämpfer (oder andere), leiden generell unter einem schlechten Image. Gerade wenn man in diesen Geschäftsbereichen tätig ist, sollte man sich mit selbst gemachten Fotos gegenüber der Konkurrenz abheben und Seriosität vermitteln.

Vertrauenssiegel von Drittanbietern

Siegel von Drittanbietern geben den Besuchern die Gewissheit, dass die Geschäftsabwicklung seriös von statten geht. Die Einbindung eines oder mehrerer Gütesiegel schafft Vertrauen und steigert in den meisten Fällen die Kaufrate.

Man sollte jedoch darauf achten, dass die eingebundenen Anbieter solcher Gütesiegel nicht käuflich sind. Viele Siegelanbieter nehmen nämlich jedes Unternehmen an und vergeben ihre „Vertrauenssiegel“, ohne große Prüfungen einzustellen, im Austausch gegen eine gewisse Summe an. Eine kurze Internetrecherche kann hier direkt Aufschluss darüber geben, ob die Aussteller des Gütesiegels bereits entlarvt wurden. Wenn das der Fall sein sollte, sollte man von diesen Anbietern fern bleiben.

Referenzen

Durch die Einbindung von Kundenreferenzen, zum Beispiel in Form von Logo-Einbindungen, kann man die Vertrauenswürdigkeit verstärken. Gerade dann, wenn man sehr bekannte Unternehmen in der Betreuung hatte. Natürlich sollte man vorher die Kunden um Erlaubnis bitten, ob das Logo verwendet werden darf.

Erfahrungsberichte von Kunden

Wie in der Realwirtschaft kann die Weiterempfehlung eines Kunden Gold wert sein. Eine Empfehlung von einem zufriedenen Kunden ist einer der stärksten Vertrauensindikatoren, die es gibt. Wenn man Bewertungen auf der Landingpage einbindet, sollte man möglichst viele Informationen des Rezensenten angeben (vollständiger Name, Unternehmen, Titel, Foto). Dies erhöht die Glaubwürdigkeit für den Besucher. Die Einbindung von Kundenrezensionen sind Standardmerkmale einer guten Landingpage.

6. Kundenanfrage-Formular

Landingpage KontaktformularDas Anfrage-Formular ist eines der wichtigsten Merkmale einer Landing Page. Sie sind dazu da, um Kundendaten zu erfassen, damit man den potenziellen Kunden im Nachhinein kontaktieren kann. Doch Kunden-Formulare funktionieren nur dann gut, wenn sie richtig gestaltet sind. Die drei folgenden Fehler sollte man tunlichst vermeiden:

  • Falsche Platzierung des Kontaktformulars: Eines der weit verbreitetsten Fehler, die ich immer wieder bei meinen Neukunden sehe ist, dass das Kontaktformular irgendwo weit unten oder unübersichtlich auf der Landeseite platziert wurde. Wenn Kunden lange nach einer Kontaktmöglichkeit suchen müssen, werden gut Konversionsergebnisse nahezu unmöglich.
  • Abfrage zu vieler Daten: Die Abfrage von zu vielen Daten führt in den allermeisten Fällen zu schlechteren Eintragungsraten. Im ersten Schritt sollten wirklich nur die wichtigsten Kontaktdaten abgefragt werden, um möglichst viele Leads gewinnen zu können. Beispiel: Ein Küchenstudio muss nicht unbedingt im ersten Schritt wissen, in welcher Höhe die Steckdosen angebracht wurden. Auftragsdetails können im Folgegesprächen abgefragt werden.
  • Pflichtfelder so gering wie möglich halten: Wenn man aufgrund der Angebotsbeschaffenheit sehr viele Daten abfragen muss, sollte man zumindest die Anzahl der Pflichtfelder gering halten. Wenn Kunden nämlich Informationen nicht gleich parat haben oder nennen möchten, ist das Risiko hoch, dass der Besucher seine Eintragung abbricht. Die wichtigsten Kontaktinformationen sind in der Regel die E-Mail-Adresse und/oder die Telefonnummer. Diese beiden Abfragepunkte reichen in aller Regel bei der Leadgenerierung aus.

7. Starke Handlungsaufforderung (Call-to-Action)

HandlungsaufforderungEine Handlungsaufforderung kann als Überschrift, Zwischenüberschrift, als Textlink positioniert werden. Auch die Beschriftung von Buttons kann den Besucher der Landeseite zu der gewünschten Handlung motivieren. Es ist eines der wichtigsten Elemente im Onlinemarketing und ein gängiges Merkmal einer Landingpage.

Mit dem Handlungsaufruf fordert man den Besucher zu einem Kauf, zu einer Anmeldung oder einem Download auf. Dieses Element sollte sich farblich und optisch von allen anderen Elementen auf der Landing Page abheben. Es sollte keine Verwirrung darüber entstehen, wo Interessenten klicken müssen, um das entsprechende Angebot anzunehmen.

Bei der Gestaltung des Buttons sollte man folgenden Faktoren berücksichtigen:

Position der Handlungsaufforderung

Der Button mit dem Handlungsaufruf sollte möglichst weit oben auf der Seite im direkt sichtbaren Bereich zu sehen sein. Man sollte aber darauf achten, dass es direkt nach der Angebotsbeschreibung platziert ist. Der Besucher sollte nämlich gleich erkennen wo er klicken muss, um das angebotene Produkt oder Dienstleistung annehmen zu können.

Größe des Buttons

Das Ziel einer Handlungsaufforderung ist logischerweise, dass es möglichst häufig angeklickt wird. Um eine möglichst hohe Klickrate auf der Landingpage zu erzielen, kann man mit einem A/B Test unterschiedliche Farben und Texte gegeneinander ausspielen und die Eintragungen statistisch erfassen. Der Button sollte aber immer groß genug sein und prominent platziert werden, damit es der Besucher direkt finden kann.

Farblicher Kontrast zum Rest der Landing Page

Damit der Button wirklich auffällt, muss sie im Kontrast zum Rest der Seite stehen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass man supergrelle Farben wählen sollte, doch ein Blick in die Farbtabelle kann helfen, einen Farbton zu finden, der zum Farbschema passt, sich aber vom Rest der Seite abhebt. Hier siehst du das Farbschema von KAREON Media und welche Funktion einzelne Farben haben.

Farbschema KAREON Media

Die Beschriftung des Buttons

Der Text des Buttons entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg einer Konversion. Von vagen und überstrapazierten Buttonbeschriftungen sollte man absehen. Spezifische, personalisierte und überzeugende Beschriftungen erhöhen in den meisten Fällen die Konversionsrate.

Schlechte Buttonbeschriftungen wären:

  • Absenden
  • Abonnieren
  • Anmelden
  • Herunterladen

Besser funktioniert es mit Buttonbeschriftungen wie:

  • Jetzt Beratung anfordern
  • Persönliches Exemplar sichern
  • Jetzt kostenlos vergleichen

8. Ablenkungen auf der Landingpage vermeiden

Landing-Pages werden für genau ein einziges Angebot maßgeschneidert. Jegliche Ablenkungen können im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein Besucher oder Interessent die Landing Page verlässt, ohne das Angebot angenommen zu haben.

Merkmale, die man von „normalen“ Seiten kennt, können eben genau dazu führen, dass die Landing Page nicht gut genug konvertiert. Daher findet man im Internet viele Landing Pages, die zum Beispiel keine Navigation oder ausgehende Links enthalten. Diese können den Besucher von der gewünschten Handlung ablenken. Durch die Abschaltung gewisser Elemente kann vermieden werden, dass der Besucher durch andere Elemente auf der Landingpage abgelenkt wird. Im Folgenden ein paar Tipps:

Externe Verlinkungen vermeiden

Links, die zu einer externen Seite verweisen, sind richtige Konversionskiller. Wenn Besucher auf Links klicken, die von der Landing Page auf eine PDF, einem Wikipedia-Eintrag oder zu irgendwelchen anderen Quellen verweisen, wirkt sich das schlecht auf die Conversion-Rate aus. Klickt ein Besucher auf einen externen Link, wird er vom Angebot abgelenkt und schaut sich möglicherweise woanders um.

Für den Fall, dass man externe Links einsetzen muss, sollte man die Links jedoch so einstellen, dass diese in einem neuen Tab geöffnet werden.

Abgespecktes oder Navigationsmenü komplett ausblenden

Auch das Navigationsmenü kann den Besucher ablenken. Es sollte nicht nötig sein, von der Startseite zu anderen Unterseiten zu springen, um das Angebot zu sehen. Der Besucher sollte alles, was er wissen muss, direkt beim Aufruf der Landingpage finden.

Profi-Tipp: Wenn ein Navigationsmenü vorhanden sein muss
In manchen Fällen ist ein Navigationsmenü erforderlich. Zum Beispiel: Weil gewisse Werbeplattformen es in den Werberichtlinien vorschreiben oder das Produkt oder die Dienstleistung ist sehr erklärungsbedürftig. In solchen Fällen kann man mit einer geschickten Ausgestaltung der einzelnen Navigationspunkte und den dazugehörigen Unterseiten vermeintlich schlechteren Konversionszahlen eindämmen.

Jede Unterseite, die sich hinter dem jeweiligen Navigationsmenü-Punkt befindet, sollte als eine separate, für sich stehende Landeseite gesehen werden. Dabei ist zu beachten, dass man aber immer das primäre Hauptziel auch auf den Unterseiten weiter verfolgt wird.

Minimalistische Fußzeile

Die Fußzeile der Landing-Page sollte nicht wie die Fußzeile einer großen Firmenwebsite aussehen – keine weiteren Verlinkungen, kein Hinweis auf Social-Media Präsenzen, keine Sitemap. Nur die Datenschutzerklärung, Impressum, AGB’s, eventuell noch Widerrufsbelehrungen sollten ausreichen.

Fazit

Fazit: Wichtige Landingpage Merkmale in der Übersicht

  1. Bestimme ein Handlungsziel auf der Landingpage
    Werde dir klar darüber, welches Angebot auf der Landingpage beworben werden soll. Vermeide es, mehr als ein Angebot, gleichzeitig zu bewerben. Zu viele Angebote bringen nur Verwirrung und die Zielgruppe kann nicht mehr gezielt angesprochen werden. Wenn man genau ein Ziel mit der Landingpage verfolgt, fallen Werbekosten geringer aus. Keywords oder demographische Zielgruppen-Einstellungen können so besser verfeinert werden.
  2. Erstelle überzeugende Überschriften
    Eine gute Überschrift sollte klar sein und mit kurzen und prägnanten Worten das Angebot beschreiben. Achte darauf, dass die Überschriften zu den Texten in deiner Werbeanzeige passen und genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt sind. Biete DIE perfekte Lösung für das Problem deiner Zielgruppe!
  3. Schreibe wirksame Verkaufstexte
    Erstelle Verkaufstexte so, dass sich Besucher davon genau angesprochen fühlen. Es interessiert keinen Menschen wie toll du bist, was du kannst und wie unglaublich begabt du bist. Dem Besucher der Landingpage interessiert viel eher, was du für ihn tun kannst. Vermeide dabei große unformatierte Textpassagen. Nenne zwar die Produkt-Features, aber verkaufe dem Kunden das Ergebnis und weniger den Weg dahin. Beispiel: „Ich verspreche dir, dass du kommenden Sommer mit einem stahlharten Sixpack die Blicke auf dich ziehst, wenn du meine Trainingsstrategie umsetzt!“
  4. Setze Bilder, Videos und Animationen ein
    Gerade bei erklärungsbedürftigen Angeboten solltest du Bilder und Videoclips einsetzen, um die Landingpage inhaltlich aufzulockern und besser lesbar zu machen. Mit dem bedachten Einsatz von Animationen kannst du die Aufmerksamkeit des Besuchers gezielt auf das Angebot oder dem Konversionsziel lenken.
  5. Vertrauen schaffen
    Stelle dir die Frage, warum der Besucher gerade deine Dienstleistung wahrnehmen sollte. Was hebt dich von anderen ab? Stehst du voll hinter deiner Firma? Dann gehört ein Foto von dir oder besser, ein selbst erstelltes Video auf deine Seite. Auch mit Kundenbewertungen, Referenzen und Gütesiegel baust du Vertrauen auf. Gerade dann, wenn du dir kalten Traffic einkaufst oder generell noch keine große Bekanntheit hast.
  6. Anfrageformular (Lead-Formular)
    Achte beim Anfrageformular darauf, dass du nicht zu viele Informationen abfragst. Zwar ist es richtig, dass die Leadqualität besser ist, wenn ein potenzieller Kunde sehr viele Abfragepunkte im Formular einträgt, aber gleichzeitig sinkt die Zahl der Eintragungen. Frage also nur die wichtigsten Daten ab, alles andere kannst du im Nachgang in der telefonischen Beratung klären.
  7. Klare Handlungsanweisungen (Call-to-Actions)
    Neben der Angebotsbeschreibung solltest du dem Besucher genau sagen, was er auf deiner Landingpage tun soll. Halte immer das primäre Handlungsziel im Auge. Beschrifte Buttons so, dass es einen Anreiz zum Anklicken bietet. Vermeide Buttonbeschriftungen wie: „Absenden“, „Formular abschicken“ oder „Eintragen“.
  8. Lenke deine Besucher nicht ab
    Vermeide Verlinkungen zu externen Seiten, damit deine Besucher nicht die Landingpage verlassen. Versuche, ohne einem Navigationsmenü auszukommen und wenn du eines einsetzen musst, achte darauf, dass die jeweiligen Unterseiten weiterhin nur das Hauptziel bewerben.

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Die Erstellung dieses Beitrags hat circa 14 Stunden gedauert. Außerdem stecken hier Erfahrungen seit 2008 drin. Ich würde mich freuen, wenn du diesen Beitrag kommentierst und teilst und meine Arbeit unterstützt. Außerdem ist dies dann ein Indikator für mich, weitere solcher langen und ausführlichen Beiträge zu erstellen. Ich danke dir recht herzlich!