Warum kostenloses Webhosting mehr schadet als nutzt!

Kostenloses HostingSparen ist was Tolles, warum dann auch nicht beim Webhosting? Es gibt Dienstleister, die kostenloses Webhosting anbieten, was erst einmal ja grundsätzlich interessant klingt, doch ist es denn auch empfehlenswert? In diesem Beitrag erkläre ich, warum kostenfreies Hosting dir eher schadet, als Vorteile bringt. Lese in diesem Beitrag 10 Gründe, warum du einen großen Bogen um kostenloses Webhosting machen solltest.

Mit der Hilfe eines Webhosting-Services ist man in der Lage, eine Website im Internet abrufbar zu machen. Beim Hosting wird Speicherplatz, Bandbreite und eine technische Plattform zur Verfügung gestellt. Das sind Leistungen, die beim kostenlosen Webhosting nicht oder nur sehr unzureichend abbildbar sind. Nutzt man dennoch einen solchen Service, kann unter Umständen die reibungslose Abrufbarkeit der Website nicht gegeben sein. 

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Anbieter von kostenfreiem Hosting*

*Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags gab es bei den folgenden Anbietern kostenfreie Webhosting-Tarife im Angebot. Natürlich kann sich dies zu einem späteren Zeitpunkt geändert haben. Daher bitte unbedingt vor Registrierung prüfen, ob dieses Angebot nach wie vor vorhanden ist. Darüber hinaus handelt es sich bei den meisten hier aufgelisteten Free-Hosting Anbietern um Dienste aus nicht EU-Ländern. Daher sollte man unbedingt prüfen, ob die in Deutschland geltenden DSGVO-Richtlinien entsprechend eingehalten werden. Nutzung daher auf eigene Verantwortung. 

AnbieterSpeicherplatzBandbreiteWerbefreiE-Mail Konto
bplaced1 GBkeine Angaben✔️
000Webhost300 MB3 GBkeine Angaben
Byet Hosting (ENG)1 GB50 GB✔️✔️
Dreamnix (ENG)1 GB1 GB✔️
Freehostingeu (ENG)200 MB4 GB✔️✔️
Instafree (ENG)10 GB100 GB✔️keine Angaben

10 gute Gründe, warum man kein kostenloses Hosting nutzen sollte

Nachfolgend die 10 wichtigsten Gründe, warum man vom kostenlosen Hosting Abstand nehmen sollte und welche Alternativen es für sehr kleines Geld gibt.

Disclaimer: Die folgenden Gründe sind allgemeine Punkte, die gegen kostenfreies Webhosting sprechen. Es ist kein spezifischer Anbieter aus der eben genannten Liste hiermit gemeint. Einige Punkte treffen auf diverse Anbieter zu und andere wiederum nicht. Daher sollte man das Angebot entsprechend genau prüfen.

1: Kostenlos ist nicht immer kostenlos

Bei der Recherche für diesen Artikel ist mir aufgefallen, dass neben den oben aufgeführten Anbietern auch noch eine Menge Anbieter mit kostenlosem Hosting auf Google werben, aber auf der Angebotsseite des Anbieters wird nur noch über „kostenlose Registrierung“ gesprochen. Beim genaueren Hinsehen entpuppt sich es als Lockangebot, welches nach einer bestimmten Zeit kostenpflichtig wird. Zum Teil sind die Preise nach der kostenlosen Phase sogar ziemlich hoch. Daher unbedingt prüfen und spätestens bei kleinen hochgestellten Sternchen oder bei der Abfrage von Zahlungsdaten aufhorchen und genauer hinsehen.

AchtungDu solltest unbedingt das Kleingedruckte lesen. Spätestens bei der Abfrage der Bankverbindung oder Kreditkarten-Daten sollte man die Seite verlassen. Meist wird mit „kostenlos“ geworben und nach ein paar Monaten wird es dann kostenpflichtig. Verglichen sind die Preise bei Anbietern mit Kostenfallen deutlich höher als Anbieter, die von vornherein reinen Tisch über die Preisgestaltung machen.

2: Werbung von anderen Dienstleistern auf der eigenen Website

Einige Hostinganbieter bieten mit dem kostenlosen Webhosting auch einen Homepage-Baukasten an. Grundsätzlich eine tolle Sache, wenn dann aber nicht automatisch Werbung von anderen Dienstleistern eingeblendet werden würde. Webhoster, die ihre Dienste kostenlos anbieten, finanzieren sich meistens durch Werbung. Leider hat man keinen Einfluss auf die Werbeschaltung. Es ist keine Seltenheit, dass die Werbung eines Konkurrenten eingeblendet wird. Werbenetzwerke scannen die Inhalte einer Seite und passend zum Inhalt wird Werbung von thematisch passenden Werbepartnern eingeblendet.

Häufig werden störende und inhaltsüberdeckende Pop-ups und hässliche Werbebanner auf der Seite eingeblendet. Im schlimmsten Fall wird dann auch Werbung von irgendwelchen pornografischen oder unseriösen Casino-Websites eingeblendet. Das schadet natürlich auch dem eigenen Ruf.

Empfehlung! Diesen Webhosting-Anbieter nutze ich persönlich für viele Webprojekte:
All-Inkl.com besuchen und Tarife ansehen

Für jeden seriösen Unternehmer*In sollte das Thema kostenloses Webhosting somit ausgeschlossen sein. Alle anderen sollten sich genauestens überlegen, ob es das wert ist.

3: Unzureichende oder nur sehr wenig Bandbreite

Die Bandbreite benötigt man, um den Traffic beziehungsweise die Datenübertragung der Website zu gewährleisten.

Bei kostenfreien Webhostern  ist die Bandbreite relativ niedrig und die Homepage ist nach Erreichung des maximalen Datenvolumens nicht mehr erreichbar.

Für den Laien ist es besser zu verstehen, wenn man die Bandbreite mit dem Handytarif vergleicht. Wenn man eine bestimmte Anzahl an Datenvolumen erreicht hat, kann man mobil nicht mehr im Internet surfen. Das gleiche Prinzip findet sich beim Webhosting wieder.

Hat man beispielsweise eine Bildergalerie online, wo man seine eigene Arbeit vorher und nachher einblenden will, kann das schon dazu führen, dass die Bandbreite sehr schnell verbraucht wird.

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Wer sich für ein kostenloses Hosting entscheidet, hat nach der Erreichung des Datenvolumens keinen Anspruch auf die Erreichbarkeit und Bereitstellung der Website. Natürlich kann man Bandbreite dazu kaufen, aber dann kann es teuer werden. Anbieter von kostenfreiem Webhosting begrenzen die Bandbreite, um die eigenen Kapazitäten zu schonen und dem Nutzer dann den Premium-Tarif an zu preisen.

4: Sehr langsame Ladezeiten

Eine Website, die langsam lädt, verliert Besucher schon beim Aufbau der jeweiligen Seite. Das ist ein negatives Signal für Suchmaschinen und wird bestraft mit einer schlechten Platzierung oder einer Deindexierung. Aufgrund der niedrigen Bandbreite und veralteter Server-Technik können kostenfreie Webhosting-Anbieter nicht mal im Ansatz mit den kostenpflichtigen Premium Webhosting-Services mithalten.

Besucher einer Website erwarten, dass sich eine Website schnell aufbaut und alle Inhalte zügig geladen werden. Gerade im Zeitalter der Smartphones ist es eine sehr wichtige Angelegenheit. Dauert das Laden mehr als drei Sekunden, springen Besucher ab und kehren wieder zurück auf die Suchergebnisse. Wenn die Seite des Konkurrenten schneller lädt, verliert man einen potenziellen Kunden.

Je schneller die Ladezeit, desto niedriger die Absprungrate auf der Website. Je niedriger die Absprungrate ist, desto besser für die Platzierungen in Suchmaschinen.

Algorithmen der Suchmaschinen gehen nämlich davon aus, dass der Besucher nicht das Richtige gefunden hat und deshalb die jeweilige Website wieder schnell verlassen hat. Chancen auf gute Platzierungen in der Suchtrefferliste sind somit unwahrscheinlich.

5: Schlechte Platzierungen in Suchmaschinen

Wenn man eine eigene Homepage erstellen lässt, möchte man natürlich auch gern von seinen potenziellen Kunden gefunden werden. Google, Bing und Co. stellen aber diverse Anforderungen an Webseitenbetreiber.

Bei den eher minderwertigen technischen Leistungen eines kostenlosen Webhosters macht man es Suchmaschinen schwieriger, die Website zu indexieren oder gar auszulesen. Wenn aufgrund fehlender Bandbreite sogenannte Crawler die Website nicht erreichen können, wird eine gute Platzierung für relevante und wichtige Keywords nahezu unmöglich.

WebcrawlerWas sind Crawler?

Suchmaschinen nutzen Programme, um Websites und dessen Unterseiten zu finden. Diese Programme suchen tagtäglich neue indexierbare Inhalte im weltweiten Internet. Diese Programme nennt man Crawler (auch Webcrawler genannt).

Weitere Nachteile beim kostenlosen Hosting

6. Werbung für Homepage wird unmöglich und verbrennt das Werbebudget

Jeder Unternehmer möchte im Internet irgendwann auch gerne Aufmerksamkeit für seine Produkte und Dienstleistungen schaffen.

Durch Werbung auf Google via Google Ads, Facebook-Werbeanzeigen oder Werbebanner auf anderen Websites kann man sich eben genau diese Aufmerksamkeit einkaufen.

Wer jedoch kostenloses Webhosting nutzt, kann sich das Geld für bezahlte Werbung im Internet sparen. Die Bandbreite wird nämlich dann schneller aufgebraucht sein und das Werbebudget wird unnötig verbrannt.

7. Geringer Speicherplatz für Bilder & E-Mails

Natürlich müssen Anbieter vom kostenlosen Hosting ihre Kosten senken. Folglich wird häufig am Speicherplatz gespart. Wenn man aber als Fotograf seine Bilder präsentieren möchte oder ein Stuckateur seinen Besuchern vorher/nachher Fotos seiner Werke zeigen will, ist durch den begrenzten Speicherplatz ziemlich stark in seinen Möglichkeiten eingeschränkt.

8. Abhängigkeit vom Anbieter

Gerade bei Anbietern, die in ihrem kostenlosen Hosting auch einen Homepage-Baukasten anbieten, ist man automatisch an das System gebunden. Wenn man sich vom Anbieter trennen möchte, kann die Website nicht auf die Server eines anderen Anbieters umgezogen werden.

In der Vergangenheit ist es auch schon mal vorgekommen, dass Anbieter vom kostenfreien Hosting ihre Dienste aufgrund schlechter Wirtschaftlichkeit beendet haben. Die Websites wurden dann nach einer entsprechenden Frist einfach gelöscht. Potenzielle Kunden können dann die Website nicht mehr abrufen.

9. Fehlende E-Mail Funktionalität

Mit dem Besitz einer Domain ist es auch möglich, eine professionelle Firmen-E-Mail-Adresse einzurichten. Beispiel: info@MeineWebsite.de 

Wer kostenloses Webhosting nutzt, kann teilweise solche E-Mail Adressen nicht nutzen.

Alternativ kann man natürlich auch auf kostenfreie Maildienste wie Googlemail.com oder Outlook zurückgreifen. Das macht dann aber keinen sehr professionellen Eindruck gegenüber Kunden.

10. Fehlender Support oder Service

Fehlender Support bei kostenlosen WebhosternDas ist der Knock-out für kostenlose Hosting-Anbieter. Der Support ist das A und O, denn Probleme mit dem Server oder Komplikationen an der Website, die durch einen Server entstehen, sind nicht selten.

Kostenfreie Webhosting-Anbieter müssen natürlich entsprechend sparen und können keinen guten Support leisten. Hier haben kostenpflichtige Hosting-Anbieter die Nase vorn.

Potenzielle Kunden erwarten von einem seriösen Unternehmen eine nicht zu sehr in die Jahre gekommene Website. Es versteht sich von selbst, dass die Website auch immer abrufbar ist.

Wenn der Server seine Kapazität (Bandbreite) aufgebraucht hat oder der Server aufgrund eines Problems nicht erreichbar ist, macht es keinen so guten Eindruck.

Fazit

Natürlich möchte ich mir nicht anmaßen zu hinterfragen, warum jemand nach kostenfreiem Hosting sucht. Sicher gibt es Situationen im Leben, die diesen Schritt erfordern. Es gibt aber meiner Meinung nach kaum wirklich legitime Gründe, sich für kostenloses Hosting zu entscheiden.

Preise für kostenpflichtige Einsteiger-Hosting-Pakete bewegen sich zwischen 4 € und 8 € pro Monat. Das sollte meiner Meinung nach für jeden erschwinglich sein. Gerade weil der Unterschied vom kostenlosen Webhosting gegenüber kostenpflichtigem Hosting schon sehr gravierend ist. Das fängt schon allein beim Support an.

Zugegebenermaßen ist der Service auch bei manchen Hosting-Anbietern ziemlich dürftig, aber lieber einen mäßigen Support als gar keines. In Sachen Kundensupport kann ich All-Inkl.com und Domainfactory empfehlen. Da ich den Support beider Anbieter regelmäßig in Anspruch nehmen musste oder immer noch nehme.

Kostenpflichtige Webhoster bieten Server mit moderneren Spezifikationen und Funktionen an. Diese möchte ich bei meinen Kundenwebsites oder eigenen Projekten auf gar keinen Fall missen. Zwar sind diese Funktionen für den Laien vielleicht unwichtig, aber spätestens wenn der Webdesigner die Website mit Funktionen ergänzen muss oder die Website Probleme macht, sind eben genau solche Extras sehr wichtig.

Meine Empfehlung für günstiges, aber dennoch gutes Hosting ist der „ALL-INKL Privat Tarif“ für unter 5 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Hier ist alles drin, was man für eine Firmenhomepage benötigt. Dazu gehören folgende Features:

  • 3 Domains inklusive
  • 50 Gigabyte Speicherplatz
  • Unbegrenzte Bandbreite
  • 500 E-Mail Konten mit Spam- & Virenfilter
  • Webmail-Funktion
  • Leicht bedienbares C-Panel
  • Hervorragender Telefon-Support

Zwar sind die größeren All-Inkl.com Hosting-Tarife besser, aber bevor jemand mit kostenfreiem Hosting liebäugelt, empfehle ich lieber ein Dienst, was ich auch selbst nutze.

Daher lautet mein Fazit: Finger weg von kostenfreiem Webhosting und ein paar Euro in richtiges Hosting investieren!

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