Ein CMS entscheidet, wie schnell du Inhalte veröffentlichst, wie gut deine Website wächst und wie sauber SEO und Technik zusammenspielen. Dieser CMS Vergleich hilft dir, die wichtigsten Systemarten und gängigen Lösungen anhand klarer Kriterien einzuordnen, ohne dich mit Feature-Listen zu überfordern.
Was ein CMS leisten muss: Ziele, Inhalte und Prozesse
Bevor du einzelne Anbieter vergleichst, lohnt sich ein Schritt zurück: Ein CMS ist nicht nur „das System zum Seitenbauen“, sondern der Kern deiner Content- und Publikationsprozesse. Es steuert, wie Inhalte entstehen, freigegeben werden, wie Medien verwaltet werden und wie flexibel Templates und Komponenten sind. Wenn du die Grundlagen sauber klärst, wird der spätere CMS Vergleich deutlich einfacher.
Im Kern beantwortet ein CMS drei Fragen: Wer pflegt Inhalte (Redaktion, Marketing, Agentur), wie oft (täglich, wöchentlich, kampagnenbasiert) und in welcher Komplexität (ein Blog, eine Firmenwebsite, mehrere Sprachen, mehrere Marken). Je mehr Stakeholder beteiligt sind, desto wichtiger sind Rollen, Rechte, Freigabe-Workflows und eine zuverlässige Versionierung.
Typische Website-Ziele als CMS-Anforderung
Ein CMS muss zum Ziel der Website passen: Leadgenerierung, Recruiting, Informationsportal, Magazin oder E-Commerce. Für manche Ziele reichen schlanke Editoren und klare Seitentypen, für andere braucht es modulare Komponenten, Content-Modelle und Schnittstellen. Wenn du noch grundlegend planst, helfen die Artikel zu Firmenwebsite, Blog und Website-Typen, um Anforderungen zu schärfen.
CMS ist nicht gleich Website-Konzept
Das beste CMS rettet kein schwaches Konzept. Struktur, Inhalte, Navigation und ein sauberes Seitenlayout entscheiden, ob Nutzer finden, was sie suchen. Gerade bei Landingpages, die Leads bringen sollen, sind klare Inhalte und Conversion-Elemente wichtiger als „noch ein Plugin“. Orientierung geben Merkmale einer Landingpage und was eine gute Website auszeichnet.
- Redaktionsaufwand: Wie viele Inhalte pro Monat, wie viele Personen?
- Struktur: Einfache Seiten vs. viele Inhaltstypen (News, Events, Jobs, Referenzen)
- Technik: Hosting, Updates, Performance, Schnittstellen
- SEO: saubere URLs, Metadaten, strukturiertes Markup, Geschwindigkeit
CMS-Arten im Überblick: Open Source, Enterprise, Headless und Baukästen
„CMS“ ist ein Sammelbegriff. Damit du Systeme sinnvoll vergleichen kannst, solltest du die Grundkategorien kennen. Viele Missverständnisse entstehen, weil ein Website-Baukasten, ein klassisches CMS und ein Headless CMS ganz unterschiedliche Stärken haben. Eine allgemeine Einordnung findest du auch im Grundlagenartikel Content-Management-System.
Klassische (monolithische) CMS verbinden Backend und Frontend in einem System. Vorteil: Inhalte, Templates und Darstellung liegen nah beieinander, Redakteure arbeiten oft intuitiv. Beispiele: WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal, REDAXO. Headless CMS trennen Inhaltspflege und Ausspielung. Inhalte werden über APIs an Website, App oder andere Kanäle geliefert. Vorteil: hohe Flexibilität, Nachteil: mehr technischer Aufwand, weil Frontend separat gebaut wird.
Website-Baukästen (SaaS) bieten ein geführtes System, oft mit Hosting inklusive. Vorteil: schneller Start, Nachteil: eingeschränkte Erweiterbarkeit, Abhängigkeit vom Anbieter, teils Limits bei SEO und Schnittstellen. Enterprise CMS/DXP setzen auf große Funktionsumfänge, Personalisierung und komplexe Workflows, sind aber teuer und implementierungsintensiv.
Welche Kategorie passt zu welchem Szenario?
Für eine typische Unternehmenswebsite mit Blog und Landingpages reicht in vielen Fällen ein klassisches CMS. Für internationale Portale mit vielen Redakteuren und komplexen Rechten kommt häufig TYPO3 oder ein Enterprise-System in Frage. Headless lohnt sich, wenn du Inhalte in mehreren Frontends brauchst oder sehr spezifische Performance- und UX-Anforderungen hast.
- Open Source CMS: flexibel, große Community, aber Wartung und Updates sind Pflicht
- SaaS/Baukasten: schnell, planbar, aber begrenzt in Freiheit und Datenhoheit
- Headless: modern, skalierbar, aber höhere Initialkosten
- Enterprise: mächtig, aber lange Projekte und hohe Lizenzkosten
CMS Vergleich nach SEO und Performance: Indexierung, Technik und Kontrolle
SEO ist im CMS Vergleich oft der entscheidende Hebel, weil die technische Basis langfristig wirkt. Ein gutes CMS unterstützt saubere URLs, Titel und Meta-Daten, strukturierte Inhalte, interne Verlinkung und schnelle Ladezeiten. Wichtig ist: Viele Systeme können „SEO“, aber nicht jedes System macht es leicht, dauerhaft sauber zu arbeiten.
Prüfe zuerst, wie das System mit URL-Strukturen umgeht: Können Redakteure sprechende Permalinks setzen, gibt es Redirect-Management und klare Regeln bei Änderungen? Grundlagen dazu: Permalink und Redirect. Ebenso wichtig: korrekte Canonicals bei ähnlichen Seiten oder Filterseiten. Wenn du hier Fehler machst, droht Duplicate Content.
Technische SEO-Bausteine, die dein CMS können sollte
- Kontrolle über Title Tag und Meta-Description pro Seite
- Automatisierbare Templates für Metadaten (z.B. News, Produkte, Jobs)
- Saubere interne Linkbarkeit und Navigation
- Bild-SEO wie das Alt-Attribut und Medienverwaltung
- Performance-Optionen: Caching, Bildoptimierung, Minifizierung
Performance ist nicht nur „nice to have“. Page Speed beeinflusst Nutzerverhalten und Sichtbarkeit. Ein CMS sollte dir ermöglichen, Performance-Optimierungen sauber umzusetzen, ohne dass jede Änderung ein Risiko ist. Ein hilfreicher Einstieg ist Page Speed. Bei Headless-Setups kannst du Performance sehr stark optimieren, brauchst aber ein kompetentes Team für das Frontend.
WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal, REDAXO: Stärken und typische Fallstricke
Im praktischen CMS Vergleich tauchen in Deutschland besonders häufig WordPress und TYPO3 auf, daneben Joomla, Drupal und REDAXO. Entscheidend ist nicht, welches System „am besten“ ist, sondern welches am besten zu deinen Prozessen, Zielen und Ressourcen passt.
WordPress punktet mit riesigem Ökosystem, schneller Umsetzung und einer großen Auswahl an Themes und Plugins. Für Marketingteams ist es oft ideal, weil Inhalte und Landingpages schnell gebaut werden können. Gleichzeitig entstehen Risiken durch zu viele Plugins, unsaubere Page-Builder-Setups und Wartungsstau. Als Einstieg eignen sich Was ist WordPress? und WordPress Page Builder.
TYPO3 ist stark bei komplexen Websites, Multi-Domain, Mehrsprachigkeit, Rollen und Workflows. Es ist robust, aber in Umsetzung und Betrieb meist anspruchsvoller. Drupal ist sehr flexibel für individuelle Content-Modelle und große Plattformen, braucht aber erfahrene Entwickler. Joomla liegt oft dazwischen, mit weniger Momentum als WordPress, aber für manche Projekte ausreichend. REDAXO ist schlank, sicher und in deutschen Agenturen beliebt, wenn man Klarheit und Struktur vor Plugin-Masse stellt. Mehr dazu: REDAXO CMS.
Worauf du bei der Auswahl wirklich achten solltest
- Wie gut lässt sich ein einheitliches Komponenten-System abbilden (Teaser, FAQ, Tabellen, CTAs)?
- Wie sauber sind Updates und wie planbar ist Wartung?
- Wie stark ist das System bei Mehrsprachigkeit und Rechtemanagement?
- Wie leicht lassen sich Formulare, Tracking und CRM anbinden?
Wenn du absehen kannst, dass du häufig testest und optimierst, sollte das CMS auch sauber mit Conversion-Workflows harmonieren. Hilfreich: Conversion Rate und A/B-Testing.
Kosten, Wartung und Hosting: Total Cost of Ownership richtig bewerten
Im CMS Vergleich werden Kosten oft falsch gerechnet. Lizenzkosten sind nur ein kleiner Teil. Entscheidend ist die Summe aus Umsetzung, Betrieb, Wartung, Hosting, Sicherheit, Weiterentwicklung und internen Aufwänden. Ein „kostenloses“ Open-Source-CMS kann über Jahre teurer sein als ein SaaS-System, wenn Prozesse schlecht laufen oder Updates vernachlässigt werden.
Starte mit einer realistischen Budgetsicht: Was kostet die initiale Umsetzung (Design, Templates, Migration, Tracking, SEO-Basics), und was kostet der Betrieb pro Monat (Hosting, Wartung, Support, Weiterentwicklungen)? Für Orientierung helfen was kostet eine Homepage und die Grundlagen zu Hosting. Wer nur auf „billig“ setzt, spart oft am falschen Ende, weil Performance, Sicherheit und SEO später teure Baustellen werden.
Hosting: Shared, Managed, Cloud
Dein CMS braucht ein Hosting, das zum Traffic, zur Update-Strategie und zu Sicherheitsanforderungen passt. Managed Hosting kann bei WordPress viel Arbeit abnehmen, ist aber nicht automatisch besser als ein gut konfigurierter Server. Wer sehr günstig startet, sollte Grenzen kennen. Ein Überblick: kostenloses Webhosting (mit typischen Einschränkungen).
- Wartung: Core, Plugins/Extensions, Themes, Backups, Monitoring
- Risiko: veraltete Erweiterungen, technische Schulden, Downtimes
- Skalierung: Traffic-Spitzen, Kampagnen, Medienlast
- Planbarkeit: SLA, Supportzeiten, Staging-Systeme
Praxisregel: Je mehr dein Geschäft an der Website hängt, desto weniger solltest du Wartung „nebenbei“ machen. Ein CMS ist ein laufendes Produkt, kein einmaliges Projekt.
Sicherheit, Rechte und Compliance: wer darf was und wie bleibt es stabil?
Sicherheit ist im CMS Vergleich kein Zusatz, sondern Grundanforderung. Schwachstellen entstehen selten durch das CMS allein, sondern durch falsche Konfiguration, schwache Passwörter, unsichere Plugins, fehlende Updates oder mangelnde Rechteverwaltung. Je mehr Nutzer im System arbeiten, desto wichtiger sind saubere Rollen, Protokollierung und Freigabeprozesse.
Open-Source-Systeme können sehr sicher sein, wenn Updates konsequent eingespielt werden und Erweiterungen geprüft sind. Gleichzeitig steigt mit jedem Plugin die Angriffsfläche. SaaS-Systeme nehmen dir vieles ab, aber du gibst Kontrolle ab und bist an Sicherheits- und Backup-Strategien des Anbieters gebunden.
Typische Sicherheits- und Betriebsfragen
- Gibt es Staging und Freigaben, damit Änderungen nicht live kaputtgehen?
- Wie laufen Backups und Restore-Tests, nicht nur „Backup vorhanden“?
- Wie wird Zugriff geschützt (2FA, IP-Restriktionen, Rollen)?
- Wie werden Formulare und Uploads abgesichert (Spam, Malware, Rechte)?
Auch SEO kann indirekt leiden, wenn Sicherheitsprobleme zu Ausfällen, Weiterleitungschaos oder Spam-Seiten führen. Bei Relaunch oder Migration werden Sicherheits- und SEO-Checks oft unterschätzt. Wenn ein Wechsel ansteht, plane Redirects und URL-Logik früh. Technische Grundlagen zu Fehlerseiten helfen ebenfalls: 404-Seite.
Compliance bedeutet außerdem: Wer hat Zugriff auf personenbezogene Daten, wo werden sie gespeichert, welche Tracking-Tools sind eingebunden? Das CMS muss keine Rechtsberatung ersetzen, aber es sollte dir ermöglichen, datenschutzkonforme Prozesse umzusetzen, ohne Workarounds.
Entscheidungsmatrix: Welches CMS passt zu deinem Projekt?
Damit der CMS Vergleich nicht bei „kommt drauf an“ endet, hilft eine einfache Entscheidungsmatrix. Nimm dir 30 Minuten und bewerte dein Projekt in vier Dimensionen: Komplexität, Redaktion, Integration und Wachstum. Daraus ergibt sich meist eine klare Tendenz, welche Systemkategorie sinnvoll ist.
1) Komplexität der Struktur
Besteht deine Website aus wenigen Seiten und einem Blog, oder brauchst du viele Inhaltstypen (Jobs, Events, Case Studies) und dynamische Beziehungen? Je komplexer die Struktur, desto wichtiger sind saubere Content-Modelle, Taxonomien und wiederverwendbare Komponenten.
2) Redaktion und Workflows
Arbeitet ein kleines Team ohne Freigaben, oder gibt es mehrere Rollen, Abnahmen und rechtliche Checks? TYPO3 und Drupal sind hier oft stark, WordPress kann es auch, aber häufig über zusätzliche Plugins und klare Prozesse.
- WordPress: schnell, ideal für Marketing, starkes Ökosystem, aber Governance nötig
- TYPO3: Enterprise-nahe Workflows, Multi-Site, dafür komplexer Betrieb
- REDAXO: schlank, strukturiert, gut kontrollierbar, stark in Agentur-Setups
- Headless: ideal für Multi-Channel und Performance, aber mehr Entwicklungsaufwand
- SaaS-Baukasten: schnell, begrenzt, gut für simple Sites ohne Sonderanforderungen
Praktischer Tipp: Schreibe vor der Systemwahl 10 konkrete Redaktionsaufgaben auf (z.B. „Landingpage für Kampagne in 60 Minuten bauen“, „Job posten mit Schema“, „Mehrsprachige Produktseite aktualisieren“) und prüfe, wie gut das System das wirklich abbildet.
Migration und Relaunch: So wechselst du das CMS ohne SEO-Verluste
Ein CMS-Wechsel ist fast immer auch ein technischer Relaunch. Die größten Risiken liegen nicht im neuen System, sondern in der Migration von URLs, Inhalten, Medien und Metadaten. Wenn du hier Fehler machst, verlierst du Rankings, Traffic und Leads. Deshalb gehört die Relaunch-Planung in jeden seriösen CMS Vergleich: Kann dein Team den Wechsel sauber durchführen oder brauchst du externe Unterstützung?
Die Basis ist ein URL-Mapping: alte URL zu neuer URL, mit klaren 301-Weiterleitungen. Gleichzeitig müssen Title, Descriptions, Überschriften, interne Links und Indexierungsregeln übernommen oder verbessert werden. Plane zudem, wie du Medien migrierst (Dateinamen, Alt-Texte, Pfade) und wie du Content-Strukturen im neuen CMS abbildest. Wenn du den Ablauf strukturiert aufsetzen willst, ist Website Relaunch Ablauf eine gute Checkliste.
Technische Checks vor und nach dem Go-live
- Crawling vorab: Welche Seiten sind indexiert, welche liefern Traffic?
- Redirect-Tests: keine Ketten, keine 302 statt 301
- 404-Monitoring: neue Fehler schnell finden und schließen
- Performance-Check: Core Web Vitals, Caching, Bildgrößen
- Tracking: Events, Ziele, Formulare, Consent
Nach dem Livegang beginnt die eigentliche Arbeit: Monitoring der Sichtbarkeit, Logs, Search Console, und iterative Optimierungen. Wenn deine Website plötzlich nicht sauber indexiert, liegt das oft an technischen Blockaden oder falschen Canonicals. Als Troubleshooting kann Website wird nicht bei Google angezeigt helfen.
Fazit: Ein guter CMS Vergleich bewertet nicht nur Features, sondern Prozesse, SEO-Kontrolle, Betrieb und Zukunftssicherheit. Wenn du Ziele und Anforderungen sauber definierst, wird die Auswahl deutlich klarer, und du vermeidest teure Umwege bei Wartung, Performance und Relaunch.