Die Kosten für Unternehmensseite-Projekte wirken 2026 oft intransparent, weil Leistungspakete, Qualitätsniveaus und laufende Aufgaben stark variieren. Dieser Guide zeigt dir typische Preisspannen, die wichtigsten Kostentreiber und wie du ein Budget planst, das zu Zielen, Branche und Wachstum passt.
Welche Arten von Unternehmensseiten gibt es und wie beeinflusst das den Preis?
Bevor du Angebote vergleichst, lohnt sich ein Blick auf den Website-Typ. Denn Umfang und Ziel der Seite bestimmen direkt, wie hoch die Kosten für Unternehmensseite ausfallen. Ein schlanker Onepager ist in Konzeption und Umsetzung deutlich schneller als eine mehrsprachige Corporate Website mit Karrierebereich, Downloads, Blog und mehreren Conversion-Strecken. Einen guten Überblick über Formate findest du in den Guides zu Website-Typen sowie speziell zu Onepager und Firmenwebsite.
Typische Projektkategorien 2026:
- Onepager/Visitenkarte: Fokus auf schnelle Präsenz, Kontaktaufnahme, klare Botschaft.
- Business-Website (5–15 Seiten): Leistungen, Referenzen, Team, Kontakt, ggf. Landingpages.
- Corporate Website (15–60+ Seiten): komplexe Navigation, mehrere Zielgruppen, Karriere, Presse, Downloads.
- Lead- oder Kampagnen-Landingpages: auf Conversion optimiert, oft mit Testing und Tracking.
Auch die inhaltliche Tiefe ist ein Preistreiber: Ein „Über uns“ mit einem Absatz ist günstiger als eine starke Markenstory mit professioneller Bildwelt, klarer Positionierung und argumentativer Struktur. Wenn du die Qualitätskriterien sauber abstecken willst, hilft dir der Artikel was eine gute Website auszeichnet.
Wichtig: Viele Unternehmen unterschätzen den Unterschied zwischen „online sein“ und „wirksam sein“. Eine Seite, die aktiv Anfragen generiert, benötigt meist mehr Strategie, Copywriting, Gestaltung, Tracking und iterative Optimierung. Genau diese Bausteine unterscheiden günstige Baukasten-Projekte von professionellen Unternehmensseiten, die messbar zum Vertrieb beitragen.
Preis-Spannen 2026: Von Basis-Website bis Premium-Projekt
Konkrete Preise hängen stark von Umfang und Qualität ab, dennoch lassen sich für 2026 realistische Spannen nennen. Entscheidend ist, ob du ein Template minimal anpasst oder ein individuelles System mit sauberer Informationsarchitektur, Design, SEO-Basis und Performance-Optimierung bekommst.
Typische Investitionen (Richtwerte)
- Basis (kleine Unternehmensseite, 3–6 Seiten): ca. 2.500–6.000 €
- Standard (5–15 Seiten, klarer Funnel, rechtssicher, solide SEO-Basis): ca. 6.000–15.000 €
- Erweitert (15–40 Seiten, mehrere Zielgruppen, Blog/News, Integrationen): ca. 15.000–35.000 €
- Premium/Corporate (40+ Seiten, Mehrsprachigkeit, hohe Individualisierung, Prozesse): ca. 35.000–80.000+ €
Diese Spannen setzen professionelle Umsetzung voraus, inklusive Projektmanagement, QA und sauberer Übergabe. Wenn du einen breiten Vergleich suchst, ist auch der Beitrag was kostet eine Homepage hilfreich, um Erwartungen einzuordnen.
Warum ist 2026 oft teurer als „früher“? Drei Gründe: (1) höhere Anforderungen an Datenschutz, Barrierearmut und Security, (2) stärkerer Fokus auf Conversion und messbare KPIs, (3) mehr technische Komplexität durch Integrationen, Tracking-Setups und Performance-Anforderungen. Gerade wenn die Seite Leads generieren soll, fließt Budget nicht nur in Design, sondern in Struktur, Texte, CTAs, Tracking und fortlaufende Optimierung.
Tipp: Vergleiche Angebote nicht über den Endpreis, sondern über Ergebnisse und Deliverables. Ein scheinbar günstiger Festpreis kann teuer werden, wenn Inhalte fehlen, Performance schlecht ist oder später ein Relaunch nötig wird.
Die größten Kostentreiber: Seitenumfang, Design, Inhalte, Funktionen
Die Kosten für Unternehmensseite-Projekte steigen selten wegen „ein paar Extra-Seiten“, sondern durch Entscheidungen, die den gesamten Produktionsprozess betreffen. Vier Treiber sind in der Praxis am wichtigsten.
Konzeption und Informationsarchitektur
Eine gute Struktur reduziert Rückfragen, lenkt Nutzer und verbessert die Conversion. Konzeption umfasst Zielgruppen, Seitenhierarchie, Navigationslogik, Inhalte pro Seite sowie ggf. Wireframes. Wenn du wissen willst, was Wireframes leisten, hilft der Artikel was ist ein Wireframe. Je mehr Abstimmungen (Stakeholder, Produktlinien, Länder), desto höher der Aufwand.
Design und Markenwirkung
Individuelles UI-Design, Designsysteme, Iconsets, Illustrationen und Bildkonzepte kosten, zahlen aber auf Wiedererkennbarkeit und Vertrauen ein. Wer die Markenidentität gezielt schärfen will, findet Ansatzpunkte in starke Markenidentität. Auch die Qualität der Bildwelt (Shooting vs. Stock) verändert Budgets schnell um mehrere Tausend Euro.
Inhalte: Texte, SEO-Content, Medien
Professionelle Texte sind nicht „Füllmaterial“. Sie transportieren Nutzen, Einwände und Positionierung. Dazu kommen oft Leistungsseiten, Case Studies, FAQs und Landingpages. Wer langfristig Reichweite will, plant Blog- und SEO-Inhalte gleich mit einer Strategie, statt später nachzurüsten.
Funktionen und Integrationen
Typische Kostenfaktoren sind Terminbuchung, Formularlogik, CRM-Anbindung, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereiche, Filter, Schnittstellen, Tracking-Setups oder Consent-Management. Je individueller die Logik, desto weniger passen Standard-Plugins und desto stärker steigt Entwicklungs- und Testaufwand.
Profi-Tipp: Du willst die Kosten für eine Unternehmensseite verlässlich planen? Lass dir ein modulares Angebot erstellen, das Konzeption, Inhalte, Technik und laufende Betreuung getrennt ausweist. So vergleichst du Leistungen statt nur Endpreise.
CMS, Page Builder oder individuelle Entwicklung: Was lohnt sich 2026?
Die Wahl des Systems entscheidet über Initialkosten, Geschwindigkeit, Wartbarkeit und spätere Erweiterungen. 2026 dominieren in vielen KMU-Projekten CMS-basierte Lösungen, häufig WordPress, daneben Systeme wie REDAXO für schlanke, stabile Setups. Ein Einstieg in die Grundlagen: Was ist WordPress? sowie REDAXO CMS und der Überblick Content-Management-System.
WordPress: flexibel, aber Qualität ist nicht automatisch
WordPress kann günstig starten, wird aber teuer, wenn ein Projekt ohne saubere Standards wächst. Entscheidend sind Theme-Qualität, Plugin-Auswahl, Performance-Optimierung, Security und klare Redaktionsprozesse. Viele Unternehmen nutzen zusätzlich Page Builder. Das kann Zeit sparen, erfordert aber Know-how für saubere Templates und Ladezeiten. Vertiefend: Was ist ein WordPress Page Builder?
Individuelle Entwicklung: sinnvoll bei speziellen Anforderungen
Custom-Entwicklung lohnt sich, wenn du komplexe Datenmodelle, Schnittstellen oder hohe Performance-Anforderungen hast oder wenn langfristige Produktentwicklung geplant ist. Dafür steigen Konzeption, Entwicklung, Tests und Dokumentation deutlich. Häufig ist ein Hybrid sinnvoll: CMS für Inhalte, individuelle Module für kritische Funktionen.
Praxis-Empfehlung: Plane nicht nur die Launch-Kosten, sondern auch die Kosten der Weiterentwicklung. Ein System, das intern leicht gepflegt werden kann, spart über Jahre mehr Geld als es zu Beginn kostet. Achte außerdem auf Eigentum an Code, Daten und Design, sowie auf eine saubere Übergabe inklusive Zugängen und Dokumentation.
Laufende Kosten: Hosting, Domain, Wartung, Sicherheit, Inhalte
Die Initialkosten sind nur ein Teil. Für eine professionelle Präsenz brauchst du laufende Budgets, sonst veraltet die Seite technisch, wird langsamer oder verliert Sichtbarkeit. Die wiederkehrenden Posten sind meist gut planbar.
Hosting und Domain
Hosting-Kosten variieren je nach Performance, Support und Setup. Für Grundlagen empfehlenswert sind die Erklärartikel was ist Hosting und was ist eine Domain. Grob kalkuliert:
- Domain: ca. 10–30 € pro Jahr (je nach Endung/Registrar)
- Business-Hosting: ca. 15–80 € pro Monat
- Managed/Performance-Setup: ca. 80–250+ € pro Monat
„Kostenloses Hosting“ ist für Unternehmensseiten selten sinnvoll, weil Support, Performance, E-Mail-Setup und Sicherheit schnell zum Risiko werden. Einordnungen liefert kostenloses Webhosting.
Wartung, Updates und Security
Wartung umfasst CMS- und Plugin-Updates, Backups, Monitoring, Sicherheitschecks und kleine Fixes. Für WordPress ist das besonders wichtig. Siehe auch WordPress Website Wartung und die Praxis zur WordPress Website Sicherung. Realistisch sind je nach Umfang ca. 50–300 € pro Monat, bei größeren Setups deutlich mehr.
Content und Weiterentwicklung
Neue Leistungen, Teamwechsel, Referenzen, Blogbeiträge, Landingpages oder FAQ-Updates gehören zur Realität. Plane dafür entweder interne Kapazitäten oder ein monatliches Kontingent beim Dienstleister. So bleibt die Seite aktuell, rechtssicher und leistungsfähig.
SEO, Performance und Conversion: Budget, das sich rechnet
Eine Unternehmensseite ist kein reines Designprojekt. 2026 entscheidet oft die Kombination aus Sichtbarkeit, Ladezeit und Conversion darüber, ob deine Investition sich auszahlt. Diese drei Bereiche sollten in Angebot und Budget sichtbar auftauchen.
SEO-Basis vs. SEO-Aufbau
Zum Mindeststandard gehören saubere technische Grundlagen (Indexierbarkeit, interne Verlinkung, saubere Titles/Descriptions, strukturierte Inhalte) und eine Keyword-orientierte Seitenstruktur. Wer typische Stolperfallen vermeiden will, sollte SEO-Fehler kennen. Darüber hinaus kostet SEO-Aufbau: Content-Planung, neue Seiten, Linkaufbau, laufende Optimierung und Reporting.
Gerade bei neuen Projekten sind Long-Tail-Themen oft schneller gewinnbar als extrem umkämpfte Hauptbegriffe. Dazu passt Long-Tail-Keywords. Für lokale Anbieter kommen Standortseiten und lokale Signale hinzu.
Performance und Nutzererlebnis
Page Speed beeinflusst Absprünge, Conversion und oft auch die Sichtbarkeit. Optimierung umfasst Bildkompression, Caching, saubere Fonts, minimierte Scripts und ein sinnvolles Hosting. Hintergrundwissen liefert was ist Page Speed.
Conversion-Optimierung als Kostenhebel
Wenn du statt 1% plötzlich 2% der Besucher zu Anfragen machst, halbieren sich deine Kosten pro Lead. Dafür brauchst du klare Botschaften, überzeugende CTAs, gute Formulare und messbare Hypothesen. Praxiswissen: Conversion Rate und Call-to-Action (CTA). Für reife Websites lohnt sich Testing, zum Beispiel A/B-Tests.
Agentur, Freelancer oder Inhouse: Kostenmodelle und typische Fallstricke
Wer deine Seite baut, beeinflusst Preis, Geschwindigkeit, Qualitätssicherung und Risiko. 2026 ist nicht „Agentur gleich teuer“ und „Freelancer gleich günstig“, sondern es geht um Prozesse, Verfügbarkeit und Verantwortlichkeiten.
Freelancer
Freelancer sind stark, wenn Umfang klar ist und du kurze Wege brauchst. Sie sind oft günstiger im Stundensatz als Agenturen, aber es gibt Abhängigkeiten: Urlaub, Krankheit, begrenzte Kapazität und manchmal fehlende Spezialisierungen (z.B. SEO, UX, Tracking). Für die grundsätzliche Entscheidungslogik lohnt Agentur oder Freelancer?
Agentur
Agenturen bringen Teamleistung: Projektmanagement, Design, Entwicklung, SEO, Content, Testing. Das kostet mehr, reduziert aber Risiko durch Vertretung, QA und standardisierte Abläufe. Für komplexe Websites ist das häufig wirtschaftlicher, weil weniger „Nacharbeit“ entsteht.
Inhouse
Inhouse lohnt sich, wenn Website und Marketing zentrale Wachstumstreiber sind und regelmäßig neue Inhalte, Landingpages oder Kampagnen live gehen. Die Kosten liegen dann nicht in Projektbudgets, sondern in Gehältern, Tools und Koordination, oft ergänzt durch externe Spezialisten.
Typische Fallstricke bei Angeboten: unklare Leistungsabgrenzung (z.B. Inhalte „vom Kunden“ ohne Plan), fehlende QA, keine Schulung, keine Wartung, keine Tracking-Basis. Frage nach klaren Deliverables, Meilensteinen, Abnahmeprozess, Rechteübergabe und realistischen Timelines. Hilfreich ist die Checkliste Fragen an die Webagentur vor Auftrag.
Profi-Tipp: Du möchtest die Kosten für deine Unternehmensseite 2026 senken, ohne Qualität zu verlieren? Lass zuerst Struktur, Inhalte und Conversion-Ziele definieren, bevor Design-Details optimiert werden. Das spart Schleifen und verhindert teure Umbauten nach dem Launch.
So kalkulierst du ein realistisches Budget und holst bessere Angebote ein
Ein gutes Budget ist nicht „möglichst niedrig“, sondern passend zu Zielen, Zeitplan und Wettbewerb. Wenn du Angebote einholst, verbessere zuerst deine Ausgangslage: Ziele, Umfang und Prioritäten. Damit bekommst du vergleichbare Vorschläge und weniger Überraschungen.
- Ziele definieren: Leads, Bewerbungen, Terminbuchungen, Markenaufbau, Support-Entlastung.
- Seitenumfang festlegen: Sitemap mit Prioritäten (Must-have, Should-have, Nice-to-have).
- Inhalte klären: Wer liefert Texte/Bilder? Gibt es bestehende Inhalte? Wer macht Freigaben?
- Funktionen priorisieren: Formulare, Tracking, CRM, Mehrsprachigkeit, Downloadbereich, Blog.
- Qualitätskriterien: Performance-Ziel, Barrierearmut-Niveau, SEO-Basis, Security-Standard.
Plane außerdem einen Puffer. In vielen Projekten entstehen Zusatzkosten durch neue Erkenntnisse in der Konzeption, zusätzliche Seiten, neue rechtliche Anforderungen oder Stakeholder-Feedback. Ein Puffer von 10–20% ist realistisch, bei sehr komplexen Projekten eher mehr.
Als Angebotsformat bewährt sich eine klare Aufteilung nach Phasen: (1) Strategie/Konzept, (2) Design, (3) Umsetzung, (4) Content-Einpflege, (5) QA und Launch, (6) Wartung/Weiterentwicklung. So siehst du, wo der Preis entsteht und wo du gezielt sparen kannst, ohne die Wirkung zu zerstören.
Wenn du bereits eine Website hast, ist nicht immer ein kompletter Neubau nötig. Manchmal reicht ein strukturierter Relaunch in Etappen. Dazu passt der Leitfaden Website-Relaunch Ablauf.
Die Kosten für eine Unternehmensseite 2026 hängen vor allem von Ziel, Umfang, Inhaltstiefe und technischer Qualität ab. Wer laufende Kosten für Hosting, Wartung, SEO und Conversion-Optimierung einplant, bekommt nicht nur eine schöne Seite, sondern ein verlässliches Werkzeug für Wachstum und Anfragen.